Waffenfreie Zonen in Niedersachsen zeigen Wirkung gegen öffentliche Gewalt

Greta Jockel
Greta Jockel
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Ein Plakat mit der Aufschrift "Präsident Bidens Strategie zur Prävention von Waffengewalt" vor einer Stadtkulisse mit Gebäuden und Bäumen.Greta Jockel

Waffenfreie Zonen in Niedersachsen zeigen Wirkung gegen öffentliche Gewalt

Drei Städte in Niedersachsen haben waffenfreie Zonen eingeführt, um öffentliche Gewalt und Kriminalität einzudämmen. In Goslar, Wolfsburg und Braunschweig sind bestimmte gefährliche Gegenstände in ausgewiesenen Bereichen nun verboten. Die Polizei verzeichnet seit Inkrafttreten der Maßnahmen einen spürbaren Rückgang der Straftaten.

Die Zonen wurden in den drei Städten zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgesetzt. In Goslar gilt das Verbot seit Juni 2024 im Bereich um den Hauptbahnhof und angrenzende Straßen. Wolfsburg folgte am 1. Januar 2025 mit dem Stadtteil "Nordkopf", der den zentralen Bahnhof und den Busbahnhof umfasst. In Braunschweig gelten die Einschränkungen täglich von 20 bis 6 Uhr für weite Teile der Innenstadt.

Innerhalb dieser Zonen ist das Mitführen verbotener Gegenstände untersagt. Dazu zählen Schusswaffen, Messer mit langer Klinge, Schlagstöcke und alle Gegenstände, die schwere Verletzungen verursachen können. Pfeffersprays und Tierabwehrsprays bleiben jedoch erlaubt, sofern sie den Vorgaben des Waffengesetzes entsprechen. Privatpersonen dürfen verbotene Gegenstände transportieren, wenn diese in verschlossenen Behältern verwahrt werden, die einen schnellen Zugriff verhindern.

Die Polizei ist berechtigt, auch ohne konkreten Verdacht stichprobenartige Kontrollen durchzuführen. Sie kann Taschen, Rucksäcke oder Kleidung nach illegalen Gegenständen durchsuchen. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeiten und können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro in Braunschweig sowie bis zu 5.000 Euro in Goslar und Wolfsburg geahndet werden. Ausnahmen gelten für Berufsgruppen wie Rettungskräfte, Handwerker oder Gastronomiebeschäftigte, die Werkzeuge oder Messer für ihre Arbeit benötigen.

Seit Einführung der waffenfreien Zonen sind die Kriminalitätszahlen gesunken. Braunschweig verzeichnete bis 2024 einen Rückgang gewalttätiger und waffenbezogener Straftaten um 22 Prozent im Vergleich zu 2022. Wolfsburg meldete einen Rückgang um 18 Prozent, während Goslar auf 15 Prozent kommt. Lokale Behörden führen die Verbesserung auf strengere Kontrollen, eine erhöhte Polizeipäsenz und ein gestiegenes Problembewusstsein in der Bevölkerung zurück.

Die waffenfreien Zonen haben in allen drei Städten zu weniger Gewaltvorfällen geführt. Die Polizei setzt die Regeln konsequent durch, wobei Kontrollen und Strafen abschreckend wirken. Die Behörden werden die langfristigen Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit in den kommenden Jahren weiter beobachten.

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