Jungheinrich schließt Lüneburger Werk bis 2027 – 80-tägiger Streik beendet

Aurelia Aumann
Aurelia Aumann
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Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Die gegenwärtige Industrielle Situation" auf schwarzem Hintergrund.Aurelia Aumann

Jungheinrich schließt Produktion in Lüneburg - Jungheinrich schließt Lüneburger Werk bis 2027 – 80-tägiger Streik beendet

Jungheinrich einigt sich auf Schließung des Lüneburger Werks bis März 2027 – 80-tägiger Streik beendet

Jungheinrich hat eine Vereinbarung zur Schließung seines Standorts in Lüneburg bis März 2027 getroffen und damit einen 80 Tage andauernden Streik der Produktionsarbeiter beendet. Die Einigung folgt auf monatelange Spannungen, nachdem das Unternehmen im vergangenen Sommer Pläne bekannt gegeben hatte, weltweit 1.000 Stellen abzubauen. Die Beschäftigten des Werks, das auf maßgefertigte Gabelstapler spezialisiert ist, erhalten Abfindungen und Unterstützung bei der Arbeitsplatzvermittlung.

Der Arbeitskampf begann am 20. November 2024, als sich die Belegschaft gegen die geplante Werksschließung wehrte. Die Lüneburger Produktion, bekannt für Kleinserien und individuell angepasste Gabelstapler, verzeichnete ein langsameres Wachstum als andere deutsche Standorte – mit jährlich 12 Prozent zwischen 2023 und 2025, während die Werke in Hamburg und Norderstedt Wachstumsraten von 18 bis 22 Prozent erreichten.

Nach vier Tagen intensiver Verhandlungen einigte man sich auf einen Vergleich im Wert von mehreren Zehnmillionen Euro. Die Vereinbarung sieht die Gründung einer Transfergesellschaft vor, um entlassene Mitarbeiter zu unterstützen, und sichert 125 Arbeitsplätze in den Bereichen Konstruktion und Verwaltung. Die verbleibenden 160 Produktionsmitarbeiter erhalten Abfindungspakete.

Die IG Metall kritisierte die Schließung trotz der finanziellen Regelungen als Fehlentscheidung. Jungheinrich, das für 2024 einen Umsatz von 5,4 Milliarden Euro und einen Gewinn von 289 Millionen Euro auswies, treibt weiterhin seine Sparmaßnahmen voran. Das Unternehmen strebt weiterhin an, den Umsatz bis 2030 auf 10 Milliarden Euro zu verdoppeln.

Im Februar 2026 beschäftigte das Lüneburger Werk noch 350 Mitarbeiter. Die Produktion wird nun schrittweise innerhalb des nächsten Jahres heruntergefahren, die vollständige Schließung ist bis Ende März 2027 geplant.

Die Einigung beendet den längsten Arbeitskampf in der jüngeren Geschichte von Jungheinrich. Betroffene Mitarbeiter erhalten Unterstützung, doch die Produktion in Lüneburg wird bis Anfang 2027 vollständig eingestellt. Der Konzern konzentriert sich weiterhin auf die globale Umstrukturierung und seine langfristigen Wachstumsziele.

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