U25-Präventionsdienst von Caritas erweitert Hilfe für junge Menschen in Krisen

Aurelia Aumann
Aurelia Aumann
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Ein Plakat mit einer Uhr auf der linken Seite und Text auf der rechten Seite, das "Nationalen Selbstmordpräventions-Hotline" und die Anzahl der Suizidtode im Jahr 2017 anzeigt.Aurelia Aumann

Online-Selbstmordprävention in Mainz, Worms und Rüsselsheim - U25-Präventionsdienst von Caritas erweitert Hilfe für junge Menschen in Krisen

Der Online-Suizidpräventionsdienst U25 des Caritasverbandes ist in Rheinland-Pfalz an drei neuen Standorten verfügbar: Mainz, Worms und Rüsselsheim schließen sich dem Netzwerk an, sodass die Initiative nun bundesweit an 14 Standorten vertreten ist. Ziel der Erweiterung ist es, mehr jungen Menschen in psychischen Krisen kostenlose und anonyme Hilfe anzubieten.

Suizid bleibt in Deutschland die häufigste Todesursache unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen, wie Eva Welskop-Deffaa, Präsidentin des Deutschen Caritasverbandes, betont. Um dem entgegenzuwirken, hat die Organisation rund 380 gleichaltrige Beraterinnen und Berater ausgebildet, die jeweils 32 Stunden auf ihren Einsatz an den neuen Standorten vorbereitet wurden. Sie bieten niedrigschwellige Online-Hilfe an – ein Angebot, das Caritas bereits seit 2001 unterhält.

Allein im vergangenen Jahr erhielten bundesweit etwa 1.700 junge Menschen Unterstützung über das U25-Programm. Die Initiative ist in den letzten Jahren deutlich gewachsen: Bis 2025 hatten bereits rund 1,2 Millionen junge Menschen die Online-Selbsthilfeangebote von Caritas genutzt.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer unterstützt die Erweiterung als offizielle Botschafterin. Sie unterstrich, wie wichtig es sei, dass sich kein junger Mensch in einer Krise allein gelassen fühle. Dreyer forderte zudem mehr Engagement des Bundes, darunter die längst überfällige Verabschiedung eines Suizidpräventionsgesetzes. Der Deutsche Caritasverband hatte sich bereits an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken gewandt, um die zügige Umsetzung des Gesetzes voranzutreiben, das eine rechtliche Grundlage für gezielte Präventionsmaßnahmen schaffen soll.

Die neuen Standorte sollen bis 2028 eine dauerhafte Bundesförderung sichern, um die langfristige Finanzierung des Programms zu gewährleisten.

Die Erweiterung bringt dringend benötigte psychologische Hilfsangebote zu mehr jungen Menschen in Not. Mit geschulten Beraterinnen und Beratern sowie etablierten Online-Plattformen ist der Dienst nun an 14 Standorten in Deutschland verfügbar. Behörden und Caritas setzen sich weiterhin für stärkere politische Maßnahmen ein, um die Suizidprävention bei Jugendlichen bundesweit zu verbessern.

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