VW kämpft vor Gericht gegen Ex-Manager wegen vertraulicher Dokumente

Theo Schlosser
Theo Schlosser
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Ein altes deutsches Wertpapier mit rotem Rand und weißem Hintergrund, das den Text "Louis Spohr - Zweites Deutsches Lieder" trägt.Theo Schlosser

VW-Manager fordern Millionen - Rechtsstreit um Kündigungen - VW kämpft vor Gericht gegen Ex-Manager wegen vertraulicher Dokumente

Volkswagen befindet sich in einem Rechtsstreit mit zwei ehemaligen Führungskräften, die wegen ihrer Entlassungen und millionenschwerer Schadensersatzforderungen vor Gericht ziehen. Der Konflikt entstand, nachdem die Manager vorgeworfen wurde, vertrauliche Prüfberichte zu den Modellen Crafter und Grand California ohne Erlaubnis an Medien und Behörden weitergegeben zu haben.

Bisher gab es in dem Fall widersprüchliche Urteile: Eine Kündigung wurde bestätigt, eine andere aus formalen Gründen aufgehoben. Nun steht für den 24. April eine Verhandlung vor dem Landesarbeitsgericht Niedersachsen in Hannover an.

Der Streit eskalierte, nachdem Volkswagen im Zuge des Diesel-Skandals 2015 eine neue Abteilung zur Aufdeckung von Fehlverhalten eingerichtet hatte. Zwei Mitarbeiter dieser Einheit wurden später beschuldigt, interne Prüfunterlagen an das Landeskriminalamt (LKA) und andere Stellen weitergeleitet zu haben.

Das Arbeitsgericht Braunschweig urteilte, dass die Entlassung eines der Manager gerechtfertigt war, da sein Handeln eine schwere Pflichtverletzung darstellte. Der Richter begründete dies damit, dass die Weitergabe interner Dokumente an das LKA gegen die Verpflichtung verstieß, im besten Interesse des Konzerns zu handeln. Ein VW-Sprecher betonte, das Urteil bestätige die rechtliche Position des Unternehmens: Das Verhalten des Managers habe das Vertrauen zerstört und die Kündigung gerechtfertigt.

Gleichzeitig erklärte dasselbe Gericht die fristlose Kündigung des zweiten Managers für unwirksam, da Volkswagen die gesetzlich vorgeschriebene Zwei-Wochen-Frist für eine solche Maßnahme versäumt hatte. In diesem Fall müssen nun weitere Beweise gesammelt werden, um zu klären, ob die Entlassung rechtmäßig war.

Beide ehemalige Führungskräfte fordern in separaten Klagen Millionen an Schadensersatz und werfen dem Unternehmen zudem Verleumdung vor. Volkswagen hält dagegen, dass die unerlaubte Weitergabe von Dokumenten eine schwere Verletzung der Dienstpflichten darstellte und die Kündigungen somit gerechtfertigt waren.

Die nächste Runde des Rechtsstreits findet am 24. April statt, wenn über die Berufung gegen die abgelehnten Schadensersatzforderungen verhandelt wird. Das Urteil wird entscheiden, ob die Manager Entschädigungen erhalten und wie das Gericht ihr angebliches Fehlverhalten bewertet. Volkswagen bleibt dabei: Die Weitergabe der Dokumente habe einen grundlegenden Vertrauensbruch dargestellt.

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