Nachhaltige Messen: Wie die Uni Osnabrück die Branche mit Kreislaufwirtschaft revolutioniert
Nachhaltige Messen: Wie die Uni Osnabrück die Branche mit Kreislaufwirtschaft revolutioniert
Deutsches Messewesen boomt – doch Nachhaltigkeit bleibt eine Herausforderung
Mit 380 Veranstaltungen, 180.000 Ausstellern und 11,7 Millionen Besuchern im Jahr 2024 erlebt die deutsche Bahn der Branche einen Aufschwung. Doch nachhaltige Praktiken setzen sich nur langsam durch – zu sehr sind eingespielte Abläufe, enge Zeitpläne und die Sorge vor höheren Kosten verankert. Nun geht die Universität Osnabrück das Problem an: Mit einem neuen Projekt, gefördert von der Deutschen Bundesbahn Umwelt (DBU), will sie Lösungen für eine grüne Messeszene entwickeln.
Das Vorhaben zielt darauf ab, ein Modell für nachhaltige Messestände zu entwerfen – basierend auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft. Im Fokus stehen Abfallvermeidung, die Wiederverwendung von Materialien und die Analyse von Ressourcenströmen in der Branche. Mit rund 150.000 Euro Förderung der DBU erarbeitet das Team praxistaugliche und kostengünstige Konzepte für umweltfreundlichere Messedesigns.
Hemmschwellen überwinden: Nachhaltigkeit muss alltagstauglich werden Trotz des Branchenwachstums zögern viele Unternehmen, auf nachhaltige Methoden umzusteigen. Häufige Hürden sind starre Routinen, Zeitmangel und die Annahme, dass ökologische Alternativen teurer seien. Hier setzt das Projekt an: Es will funktionierende Beispiele für kreislauffähige Stände entwickeln und diese als Best-Practice-Modelle an Unternehmen weitergeben.
Dafür arbeitet die Universität mit Branchenverbänden wie dem AUMA (Ausstellungs- und Bahn-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft) und dem Bahnbau-Unternehmen IMB: Troschke zusammen, um die Ideen in der Praxis zu erproben und zu verfeinern. DBU-Generalsekretär Alexander Bonde ist überzeugt: "Die Kreislaufwirtschaft bietet klare Vorteile – für die Umwelt wie für die Unternehmen." Das Projekt solle beweisen, dass Nachhaltigkeit nicht nur machbar, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
Vorbilder schaffen, Branche verändern Die Initiative wird konkrete Beispiele für nachhaltige Stände und kreislauforientierte Praktiken liefern. Gelingt der Ansatz, könnte er die Branche langfristig verändern – mit weniger Abfall und effizienterem Ressourceneinsatz. Zudem könnte das Projekt Unternehmen zeigen, dass Nachhaltigkeit keine Kostenfalle, sondern eine zukunftsfähige Investition ist.
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