Mercedes und Co. revolutionieren Fahrzeugelektronik mit zonaler Architektur ab 2026

Aurelia Aumann
Aurelia Aumann
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Ein Nissan e-nv200 Conceptfahrzeug auf der Internationalen Automobil-Ausstellung in Frankfurt, mit einer glänzenden schwarzen Lackierung und einem hellgelben Streifen, einem großen, eckigen Kühlergrill und einer breiten, flachen Dachlinie.Aurelia Aumann

Mercedes und Co. revolutionieren Fahrzeugelektronik mit zonaler Architektur ab 2026

Die Automobilindustrie steuert auf eine neue Ära in der Entwicklung von Fahrzeugelektronik zu. Unter dem Begriff zonale Architektur bekannt, ersetzt dieser Ansatz ältere, komplexere Verkabelungssysteme durch eine schlankere Struktur. Große Hersteller wie Volkswagen, BMW und Mercedes haben bereits damit begonnen, diese Umstellung umzusetzen – erste Serienmodelle sollen ab 2026 vom Band rollen.

Bisher basierten Fahrzeug-Elektriksysteme auf einer verteilten Architektur, bei der jede Funktion eigene Leitungen und Steuergeräte benötigte. Die zonale Architektur hingegen bündelt diese Funktionen in zentralen Zonen, reduziert so Kabelgewirr und Gewicht. Dadurch steigen Effizienz, die Reaktionsgeschwindigkeit kritischer Operationen wird verkürzt, und Fahrzeuge lassen sich flexibler für künftige Updates anpassen.

Doch der Wechsel zur zonalen Architektur bringt auch Herausforderungen mit sich. Die Hersteller müssen stark in neue Technologien investieren, Mitarbeiter umschulen und eng mit Zulieferern zusammenarbeiten. Hürden gibt es bei der Software-Integration, der Einhaltung von Vorschriften sowie bei umfangreichen Tests, um Sicherheit und Leistung zu gewährleisten. Unternehmen wie Quest Global unterstützen die Branche mit Expertise in den Bereichen Softwareentwicklung, Cybersicherheit und Lieferantenkoordination.

Einige Automobilhersteller sind bereits auf gutem Weg: Volkswagen Group China hat die Produktion seiner China Electronic Architecture (CEA) aufgenommen und plant, das Angebot 2026 auszubauen. BMW wird bis dahin ebenfalls auf zonale Architektur umstellen, während Mercedes mit MB.OS eine zentrale Softwareplattform für alle Modelle entwickelt. Audi und Volkswagen arbeiten zudem mit Rivian Automotive zusammen, und Volvo strebt an, die volle Kontrolle über die Fahrzeugsoftware zu übernehmen. Diese Entwicklungen zeigen, wie Softwareplattformen zunehmend an Bedeutung gewinnen – auf Augenhöhe mit den physischen Komponenten moderner Autos.

Der Übergang zu zonalen E/E-Architekturen markiert einen tiefgreifenden Wandel in Konstruktion und Betrieb von Fahrzeugen. Mit weniger Kabeln, schnelleren Reaktionszeiten und besserer Skalierbarkeit ebnet dieser Ansatz den Weg für autonomes Fahren. Doch der Prozess erfordert erhebliche Investitionen, technische Anpassungen und branchenweite Zusammenarbeit, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern.

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