"Nicht deutsch genug": Zwei Kopftuch tragende Finalistinnen polarisieren bei "Miss Germany"
"Wir atmen auch durch die Nase" - "Miss Germany" mit Kopftuch - "Nicht deutsch genug": Zwei Kopftuch tragende Finalistinnen polarisieren bei "Miss Germany"
Das Finale von "Miss Germany" findet dieses Wochenende statt - neun Frauen konkurrieren um den Titel, darunter Büşra Sayed und Amina Ben Bouzid, die beide ein Kopftuch tragen und seit ihrer Auswahl scharfer Kritik ausgesetzt sind. Die beiden Finalistinnen wurden beschuldigt, "nicht deutsch genug" zu sein - eine Behauptung, die sie entschieden zurückweisen. Sayed und Ben Bouzid erleben Rassismus und Sexismus nicht erst seit dem Wettbewerb, aber die Ablehnung wurde lauter, als sie ins Finale einzogen. Die meisten feindseligen Kommentare stammen von Männern, die ihr Äußeres und ihre Identität angreifen. Der Wettbewerb hat sich gewandelt: Die Veranstalter legen heute mehr Wert auf Führungsqualitäten als auf klassische Schönheitsideale. Sayed, eine Unternehmerin, tritt in der Kategorie "Female Founder" an, während Ben Bouzid, die sich für frauengeführte Marken einsetzt, im Bereich "Female Leader" konkurriert. Beide Frauen wehren sich gegen enge Definitionen deutscher Identität. Ben Bouzid betont: "Wir sind deutsch!", während Sayed mit Humor hinzufügt: "Und wir lüften unsere Zimmer auch ordentlich." Sie fragen, warum Deutschsein von Frisur oder Kleidung abhängen soll. Aus über 2.600 Bewerberinnen wurden die beiden ausgewählt, und ihre Teilnahme am Finale hat eine Debatte darüber ausgelöst, was es bedeutet, das moderne Deutschland zu repräsentieren. Am Samstag wird unter neun Kandidatinnen die neue "Miss Germany" gekürt, aber Sayed und Ben Bouzids Mitwirken hat bereits jetzt Fragen von Identität und Zugehörigkeit in den Fokus gerückt und spiegelt damit eine größere gesellschaftliche Diskussion wider: Wer gehört heute zu Deutschland?
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