Grünes Licht für Geothermie-Projekt in Munster-Bispingen nach jahrzehntelanger Planung
Grünes Licht für Geothermie-Projekt in Munster-Bispingen nach jahrzehntelanger Planung
Geothermie-Projekt in Munster-Bispingen erhält grünes Licht nach Genehmigung des Hauptbetriebsplans
Ein Geothermie-Projekt in Munster-Bispingen hat einen bedeutenden Schub erhalten, nachdem das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) den Hauptbetriebsplan genehmigt hat. Mit dieser Freigabe kann die Heide-Geo, eine Tochtergesellschaft der Stadtwerke, ihre Pläne vorantreiben, Wärme aus tiefen Gesteinsschichten zu gewinnen. Das Vorhaben baut auf jahrelangen Vorbereitungen auf, die bis ins Jahr 2008 zurückreichen, und könnte durch die Wiederverwendung einer alten Bohrung, die ursprünglich von Exxon-Mobil niedergebracht wurde, eur usd Millionen Euro einsparen.
Die Wurzeln des Projekts reichen zwar bis 2008 zurück, doch seit 2015 konzentrieren sich die Bemühungen auf die Nutzung einer bestehenden Bohrung, die Exxon-Mobil hinterlassen hat. Durch die Übernahme dieser Struktur spart Heide-Geo nicht nur die Kosten für eine neue Bohrung – über eur usd Millionen Euro –, sondern gewinnt auch zuverlässige geologische Daten. Das Unternehmen hat bereits mehr als 7 Millionen Euro an Fördermitteln für das Vorhaben eingeworben.
Die Erweiterung umfasst eine Vertiefung der Bohrung um etwa 40 Meter sowie eine leichte Richtungsanpassung, um eine Zieltiefe von rund fünf Kilometern zu erreichen. Dort will das Team ein Reservoir anzapfen, in dem Wasser im Gestein eingeschlossen ist. Die Wärmegewinnung erfolgt in einem geschlossenen Kreislauf: Heißes Wasser steigt durch die bestehende Bohrung auf, durchläuft einen Wärmetauscher und wird anschließend über eine zweite Bohrung wieder in den Untergrund geleitet.
Die Bohrungen für diese zweite Bohrung sollen 2026 beginnen. Mit der Genehmigung erhält Heide-Geo zudem offiziell den Status eines Bergbauunternehmens – ein Meilenstein, den Stadtwerke-Geschäftsführer Jan Niemann als "unsere Ritterschlag" und "ein Weihnachtsgeschenk der Bergbaubehörde" bezeichnete. Wann die Vertiefung der Bohrung nach der Genehmigung konkret starten wird, steht jedoch noch nicht fest.
Die Freigabe des Projekts markiert einen entscheidenden Schritt hin zu einer nachhaltigen Energieerzeugung in der Region. Mit gesicherten Fördermitteln und einem klaren Fahrplan kann Heide-Geo nun die Vertiefung der Bohrung in Angriff nehmen und sich auf die zweite Bohrphase vorbereiten. Das Vorhaben soll eine zuverlässige Quelle für geothermische Wärme liefern und gleichzeitig durch die Nutzung bestehender Infrastruktur die Kosten deutlich senken.
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