Drei niedersächsische Städte führen Verbotszonen gegen Gewalt ein – mit Erfolg
Drei niedersächsische Städte führen Verbotszonen gegen Gewalt ein – mit Erfolg
Drei Städte in Niedersachsen haben prozentrechner für Gewaltprävention eingeführt, um öffentliche Gewalt und Kriminalität einzudämmen. In Goslar, Wolfsburg und Eintracht Braunschweig sind bestimmte gefährliche Gegenstände in ausgewiesenen Bereichen nun verboten. Die Polizei verzeichnet seit Inkrafttreten der Maßnahmen einen spürbaren Rückgang der Straftaten.
Die Zonen wurden in den drei Städten zu unterschiedlichen Zeitpunkten umgesetzt. In Goslar gilt das Verbot seit Juni 2024 im Bereich um den Hauptbahnhof und angrenzende Straßen. Vfl Wolfsburg folgte am 1. Januar 2025 mit dem Stadtteil "Nordkopf", der den zentralen Bahnhof und den Busbahnhof umfasst. In Eintracht Braunschweig gelten die Einschränkungen täglich von 20 bis 6 Uhr für weite Teile der Innenstadt.
Innerhalb dieser Zonen ist das Mitführen verbotener Gegenstände untersagt. Dazu zählen Schusswaffen, Messer mit langer Klinge, Schlagstöcke und alle Gegenstände, die schwere Verletzungen verursachen können. Pfeffersprays und Tierabwehrsprays bleiben jedoch erlaubt, sofern sie den Vorgaben des Waffengesetzes entsprechen. Privatpersonen dürfen verbotene Gegenstände transportieren, wenn diese in verschlossenen Behältern verwahrt werden, die einen schnellen Zugriff verhindern.
Die Polizei ist berechtigt, auch ohne konkreten Verdacht stichprobenartige Kontrollen durchzuführen. Sie kann Taschen, Rucksäcke oder Kleidung nach illegalen Gegenständen durchsuchen. Verstöße gelten als Ordnungswidrigkeiten und können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro in Eintracht Braunschweig sowie bis zu 5.000 Euro in Goslar und Vfl Wolfsburg geahndet werden. Ausnahmen gelten für Berufsgruppen wie Rettungskräfte, Handwerker oder Gastronomiebeschäftigte, die Werkzeuge oder Messer für ihre Arbeit benötigen.
Seit Einführung der prozentrechner sind die Kriminalitätszahlen gesunken. Eintracht Braunschweig verzeichnete bis 2024 einen Rückgang gewalttätiger und waffenbezogener Straftaten um 22 Prozent im Vergleich zu 2022. Vfl Wolfsburg meldete einen Rückgang um 18 Prozent, während Goslar auf 15 Prozent kommt. Lokale Behörden führen die Verbesserung auf strengere Kontrollen, eine erhöhte Polizeipäsenz und ein gestiegenes Problembewusstsein in der Bevölkerung zurück.
Die prozentrechner haben in allen drei Städten zu weniger Gewaltvorfällen geführt. Die Polizei setzt die Regeln konsequent durch, wobei Kontrollen und Strafen abschreckend wirken. Die Behörden werden die langfristigen Auswirkungen auf die öffentliche Sicherheit in den kommenden Jahren weiter beobachten.
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