Tödlicher Angriff durch American Bully entfacht Debatte über Hundegesetze in Deutschland

Theo Schlosser
Theo Schlosser
2 Min.
Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Internationale Ausstellung von Jagd- und Lexus-Hunden in Frankfurt a. M." mit einem Schwarz-Weiß-Foto eines Hundes und begleitendem Text.Theo Schlosser

Tödlicher Angriff durch American Bully entfacht Debatte über Hundegesetze in Deutschland

Ein 33-jähriger Mann aus Lohne in Niedersachsen ist nach einem Angriff durch seinen eigenen American Bully ums Leben gekommen. Der Vorfall hat die Debatte über rassespezifische Regelungen in Deutschland neu entfacht, wo die Gesetze zu gefährlichen Hunden je nach Bundesland stark voneinander abweichen.

Der American Bully wird in Deutschland offiziell nicht als gefährliche Hunderasse eingestuft. Allerdings handelt es sich um eine Kreuzung aus dem American Pit Bull Terrier und dem American Staffordshire Terrier – beides Rassen, die in mehreren Bundesländern auf der Liste gefährlicher Hunde stehen. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass bestimmte Rassen von Natur aus aggressiv sind, doch die Behörden bewerten einzelne Hunde anhand ihrer Abstammung und ihres Verhaltens.

Zwölf der 16 deutschen Bundesländer führen Listen gefährlicher Hunderassen, wobei vier davon zusätzlich zwischen "von Natur aus" und "potenziell" gefährlichen Kategorien unterscheiden. Nordrhein-Westfalen (NRW) verlangt beispielsweise für gelistete Rassen wie den Pit Bull Terrier oder den Staffordshire Bull Terrier eine Genehmigung. Halter müssen Sachkunde, Zuverlässigkeit sowie eine Haftpflichtversicherung mit einer Deckungssumme von bis zu 500.000 Euro nachweisen. Verstöße können mit Bußgeldern von bis zu 10.000 Euro oder sogar zwei Jahren Haft bestraft werden.

Die Regelungen variieren jedoch von Bundesland zu Bundesland. Rheinland-Pfalz führt etwa den American Staffordshire Terrier und den Bullterrier auf, während Hessen Rassen wie den Rottweiler und den Kangal einbezieht. Bayern geht davon aus, dass bestimmte Rassen – darunter der Tosa Inu und der Cane Corso – als gefährlich gelten, sofern nicht das Gegenteil bewiesen wird. Hamburgs Liste entspricht zwar der von NRW, doch die Durchsetzung ist strenger. Bundeseinheitlich ist in Deutschland die Einfuhr von Pit Bull Terriern, Staffordshire Bull Terriern und ähnlichen Rassen verboten, während die Haltungsvorschriften weiterhin Ländersache bleiben.

Der tödliche Angriff in Lohne unterstreicht die Komplexität der Hundehaltungsgesetze in Deutschland. Zwar sind Kreuzungen wie der American Bully nicht automatisch verboten, doch ihre Abstammung kann eine Überprüfung auslösen. Besitzer gelisteter Rassen müssen strenge Auflagen erfüllen, darunter Genehmigungen, Haftpflichtversicherungen und Verhaltensprüfungen.

Neueste Nachrichten
Eine lange Reihe von Servern in einem Rechenzentrum, mit elektronischen Geräten in den Racks und Lampen oben.
Autos 2 Min.

Lenze revolutioniert sein Datenmanagement für die digitale Zukunft der Automatisierung

Ein Automatisierungs-Pionier zeigt, wie klare Datenstrategien Silos sprengen und Servicequalität steigern. Doch was bedeutet das für Kunden und Wettbewerb?

Ein Basketballspiel in einer großen Arena mit Zuschauern auf den Rängen, Anzeigetafeln mit "Asvel vs Galatasaray" und einer beleuchteten Decke mit einem Bildschirm über dem Spielfeld.
Promis 2 Min.

"Nipplegate" und homophobe Beleidigungen: Promis unter Palmen eskaliert dramatisch

Erst ein Piercing-Streit, dann ein homophober Ausrutscher – diese Folge sprengt alle Grenzen. Wer bleibt, wer geht, und wer hat wirklich erpresst?

Eine Gruppe junger Menschen in Fußballtrikots steht auf einem Fußballfeld und klatscht feierlich mit einer 'Ligue 1'-Platte im Hintergrund.
Fußball Global 1 Min.

Wiesbaden Phantoms feiern Aufstieg ihrer Flag-Football-Talente in die U13

Mit Smarties als Symbol für Teamgeist: Wie die Phantoms ihren Nachwuchs auf den nächsten Schritt vorbereiten. Ein emotionaler Abschied und ein vielversprechender Neuanfang.

Ein Mann in einem Anzug steht auf einer Bühne, lächelt und klatscht, mit einem Schild im Hintergrund, auf dem "The Voice" steht.
Promis 2 Min.

Prozessberater scheitert fast an Beach Boys – und zieht trotzdem ins Finale ein

Ein Telefonjoker, der nicht rangeht, und eine Mutter, die die Antwort angeblich kannte: Wie ein Prozessberater trotz Pannen ins Finale von Wer wird Millionär? einzieht. Jauch bleibt cool – doch Suhr nicht immer.

Ein Plakat zeigt das brennende Second Avenue Armory in New York City, mit Menschen vor dem Gebäude und Rauch, der aus dem Gebäude aufsteigt, und Text unten, der lautet "New York - Brand des Second Avenue Armory".
Unfälle 2 Min.

Drittes Mal in Flammen: Teterower Apotheke leidet unter Silvester-Krawallen

Jedes Silvester dasselbe Bild: Eine Apotheke wird zum Ziel von Böllern und Raketen. Diesmal traf es das Leuchtschild – doch wer zahlt die Schäden? Ein Inhaber zwischen Wut und Resignation.

Ein Blatt Papier mit einer Zeichnung eines Mannes mit nachdenklichem Gesichtsausdruck, begleitet von der fett gedruckten Textzeile "Stand der Umfrage mit beiden Kandidaten während der Wahl"
Unterhaltung 2 Min.

Warum Cem Özdemir trotz Wahlsiegs auf das Brezel-Tattoo verzichtete

Ein Symbol des Erfolgs für die Basis, aber kein Trend für die Spitze. Özdemirs klare Absage zeigt: Bei den Grünen bleibt die Brezel den Freiwilligen vorbehalten.

Ein Feld mit hellgelben Maiskörnern, die ordentlich auf dem Boden verteilt sind.
Umweltwissenschaften 2 Min.

Invasives Unkraut bedroht 300.000 Hektar Ackerland in Deutschland

Ein unscheinbares Gras legt ganze Ernten lahm. Warum Landwirte jetzt um jeden Hektar kämpfen – und warum Chemiekeulen nur die halbe Lösung sind.

Eine detaillierte Stadtkarte mit einem grünen zentralen Bereich, wahrscheinlich ein geplanter Entwicklungsstandort, umgeben von Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten.
Allgemeine Nachrichten 2 Min.

Neuer Nachbarschaftsplatz in Ebertal: Siegerentwurf wird am 12. März präsentiert

Ein zentrales Herz aus Natur und Begegnung entsteht in Ebertal. Wer den Siegerentwurf mitprägen will, sollte am 12. März dabei sein – live oder per E-Mail.

Neueste Nachrichten