Heidekreuz-Strecke zeigt erste Erfolge nach jahrelangen Bahn-Problemen
Heidekreuz-Strecke zeigt erste Erfolge nach jahrelangen Bahn-Problemen
Heidekreuz-Strecke in Niedersachsen: Nach Jahren der Probleme Zeichen der Besserung
Die Heidekreuz-Bahnstrecke in Niedersachsen war in den vergangenen zwei Jahren immer wieder von Störungen betroffen. Der Betreiber Start Niedersachsen Mitte, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn, kämpfte auch im Sommer 2023 mit erheblichen Schwierigkeiten. Doch nach organisatorischen Änderungen und erhöhten Investitionen mehren sich nun die Anzeichen für eine Stabilisierung auf den wichtigsten Linien.
Im Juli 2023 hatte der Fahrgastverband Pro Bahn den Betreiber wegen "anhaltender organisatorischer Mängel" scharf kritisiert. Die Vereinigung forderte die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) auf, den bis 2029 laufenden Vertrag vorzeitig zu kündigen – ähnlich wie beim Hansenetz, wo die Zusammenarbeit mit Metronom frühzeitig beendet worden war. Trotz der Forderungen blieb der Vertrag jedoch bestehen.
Start Niedersachsen Mitte reagierte mit dem Ausbau der Wartungskapazitäten und der Zusammenarbeit mit zusätzlichen Dienstleistern. Diese Maßnahmen sowie interne Umstrukturierungen sollten die Verfügbarkeit der Fahrzeuge erhöhen. Das Unternehmen räumte ein, dass weiterhin Herausforderungen bestünden – etwa durch unerwartete Baustellen der Infrastrukturverantwortlichen –, vermied jedoch, die Fortschritte überzubewerten.
Die aktuellen Quartalszahlen zeigen Verbesserungen auf der RB 37 (Braunschweig–Wolfsburg–Celle). Die Fahrgastzahlen stiegen, und die taktische Kapazitätsauslastung erhöhte sich seit dem Sommer 2023 um 15 bis 20 Prozent. Bis 2025 wird mit einer Auslastung von über 80 Prozent gerechnet. Zu den wichtigsten Aufwertungen gehört die für 45 Millionen Euro durchgeführte Streckensanierung zwischen Braunschweig und Wolfsburg, die 2024 mit Landesmitteln abgeschlossen wurde. Zudem reduzierten zusätzliche batteriebetriebene Elektrotriebe, die Ende 2023 eingeführt wurden, die Störungen um 30 Prozent.
Auf der RB 38 waren die Fortschritte geringer, aber spürbar. Der Betreiber vermeldete einen stabilen Verlauf der Sommerferien 2023 ohne größere Zwischenfälle. Zwar scheint das Problem des Fahrzeugmangels vorerst gelöst, doch das Unternehmen arbeitet weiterhin an langfristiger Stabilität durch laufende Maßnahmen.
Das Heidekreuz-Netz zeigt nach zwei Jahren der Instabilität allmählich eine Erholung. Höhere Fahrzeugverfügbarkeit, modernisierte Gleise und neue Züge haben Verspätungen verringert und die Kapazitäten für Fahrgäste erhöht. Der Betreiber bleibt zwar vorsichtig, betont aber, dass kontinuierliche Verbesserungen künftig einen zuverlässigen Betrieb sichern sollen.
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