Symrise in den USA entlastet – doch die EU-Ermittlungen laufen weiter

Aurelia Aumann
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Ein Schwarz-Weiß-Blatt mit der Aufschrift "A.S. Cleghorn & Co. Importeure, Groß- und Einzelhandelsgeschäft für Allgemeinwaren"Aurelia Aumann

Symrise: US-Behörden stellen Kartellverfahren ein - Symrise in den USA entlastet – doch die EU-Ermittlungen laufen weiter

Deutscher Aromen- und Duftstoffhersteller Symrise von US-Kartellbehörden entlastet

Die US-Wettbewerbsbehörden haben den deutschen Konzern Symrise von jedem Fehlverdachten freigesprochen. Das Justizministerium stellte die Ermittlungen ein, nachdem keine Beweise für illegale Absprachen gefunden wurden. Dem Unternehmen war vorgeworfen worden, gemeinsam mit mehreren großen Mitbewerbern Preise manipuliert zu haben.

Die Entscheidung folgt einem ähnlichen Schritt der britischen Wettbewerbsbehörde Competition and Markets Authority (CMA), die ihre eigenen Untersuchungen bereits im Mai 2025 eingestellt hatte. Symrise sieht sich jedoch weiterhin mit einem laufenden Verfahren der Europäischen Kommission konfrontiert.

Die rechtliche Prüfung von Symrise begann 2023, als die Europäische Kommission eine Razzia in der Unternehmenszentrale im niedersächsischen Holzminden durchführte. Die Behörden verdächtigten das Unternehmen und drei seiner größten Konkurrenten, Preise in der Duftstoffbranche abgestimmt zu haben. Neben Symrise ermittelte die Kommission zunächst gegen Givaudan, Firmenich, IFF, Takasago, Bedoukian Research, Kao Miles, Robertet und Sensient.

In den USA leiteten die Behörden parallel eine Untersuchung zu möglichem wettbewerbswidrigem Verhalten ein. Nach Prüfung des Falls kamen sie zu dem Schluss, dass keine rechtswidrigen Handlungen vorlagen. Symrise begrüßte die Entscheidung und betonte erneut, dass es keinerlei illegale Absprachen gegeben habe.

Das Unternehmen, einer der weltweit führenden Hersteller von Aromen und Duftstoffen, erzielte 2024 einen Umsatz von knapp 5 Milliarden Euro. Mit 12.700 Mitarbeitern beliefert Symrise große Hersteller in den Bereichen Parfüm, Kosmetik, Lebensmittel und Getränke in 150 Ländern.

Trotz der Einstellung der Ermittlungen in den USA und des früheren Rückzugs der britischen Behörde läuft das Verfahren der Europäischen Kommission weiter. Der Ausgang dieser Untersuchung bleibt ungewiss.

Die US-Entscheidung räumt zwar eine juristische Hürde für Symrise aus dem Weg, doch das Verfahren der EU-Kommission ist weiterhin aktiv. Das Unternehmen hält an seiner Position fest, dass kein Fehlverhalten vorliege. Die abschließende Klärung der EU-Ermittlungen wird zeigen, ob weitere Schritte gegen Symrise oder seine Konkurrenten eingeleitet werden.

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