28 March 2026, 18:37

Neue Tarifrunden im Apothekensektor: Löhne und Kosten im Fokus

Plakat mit der Aufschrift "Verringerung der Arzneimittelkosten unter der Biden-Harris-Regierung" mit Text und Logo.

Neue Tarifrunden im Apothekensektor: Löhne und Kosten im Fokus

Tarifverhandlungen im deutschen Apothekensektor stehen vor Neustart – aktuelle Vereinbarungen laufen aus

Die Lohnverhandlungen im deutschen Apothekenbereich sollen bald wiederaufgenommen werden, da zentrale Tarifverträge in Kürze auslaufen. Die aktuellen Abkommen, die Zehntausende Beschäftigte abdecken, enden bis spätestens Ende 2026. Arbeitgeber und Gewerkschaften bereiten sich bereits auf neue Gespräche vor – angesichts steigender finanzieller Belastungen.

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Der bestehende Tarifvertrag zwischen der Adexa und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken (ADA) läuft am 31. Dezember 2026 aus. Eine separate Regelung in Sachsen folgt demselben Zeitplan, während die Vereinbarung in Nordrhein-Westfalen mit der Tarifgemeinschaft Landesapothekenkammer (TGL) bereits ein halbes Jahr früher, am 30. Juni 2026, endet. Andreas May, Vorstandsmitglied der Adexa, bestätigte, dass die Verhandlungen nach Ablauf dieser Verträge wieder aufgenommen werden.

Apotheken haben in diesem Jahr bereits mit höheren Kosten zu kämpfen. Eine dreiprozentige Lohnerhöhung 2026 belastet die Betriebe im Schnitt mit 9.500 Euro zusätzlich pro Jahr. Auch der gesetzliche Mindestlohn stieg 2024 auf 13,90 Euro, was für Arbeitgeber bei Teilzeitkräften etwa 700 Euro Mehrkosten pro Jahr und Mitarbeiter bedeutet. Für 2027 ist eine weitere Anhebung auf 14,60 Euro geplant – ein Anstieg von 17,6 Prozent seit 2024.

Die Treuhand Hannover, eine Wirtschaftsberatungsgesellschaft, warnt vor einer zunehmenden Belastung für Apothekeninhaber. Bisher liegen jedoch keine Daten vor, wie sich die Mindestlohnerhöhungen auf die Nebenkosten in vergleichbaren Branchen auswirken.

Die anstehenden Verhandlungen werden die künftigen Gehaltsstrukturen für Apothekenmitarbeiter in mehreren Regionen festlegen. Die Arbeitgeber rechnen mit weiteren Kostenerhöhungen, da die Löhne weiterhin steigen. Das Ergebnis wird die finanzielle Planung der Branche in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.

Quelle