Gespaltene Meinungen: Soll der gestrandete Buckelwal gerettet oder geehrt werden?
Bodo ZimmerGespaltene Meinungen: Soll der gestrandete Buckelwal gerettet oder geehrt werden?
Eine neue Umfrage zeigt tiefe Besorgnis unter den Deutschen über den gestrandeten Buckelwal an der Ostseeküste. Die von Insa im Auftrag der Bild am Sonntag durchgeführte Erhebung offenbart zudem gespaltene Meinungen zu den Rettungsversuchen und einem vorgeschlagenen Denkmal für das Tier.
Die Insa-Umfrage, die zwischen dem 23. und 24. April 2026 durchgeführt wurde, basiert auf den Antworten von 1.005 Befragten. Demnach machen sich 53 Prozent der Deutschen Sorgen um das Schicksal des Wals. Weitere 11 Prozent mochten die Frage nicht beantworten.
Die Haltung zu den Rettungsbemühungen bleibt zwiespältig: Während 45 Prozent weitere Maßnahmen zur Rettung des Wals befürworten, lehnen 37 Prozent jeden Eingriff ab. Auch der Vorschlag, dem Wal ein Denkmal zu errichten, sorgt für Diskussionen – 45 Prozent lehnen die Idee ab, 28 Prozent unterstützen sie.
Gleichfalls gespalten sind die Meinungen zur Amtsführung von Umweltminister Till Backhaus. Nur 24 Prozent bewerten sein Krisenmanagement als gut, 34 Prozent hingegen als schlecht. Ein beträchtlicher Anteil von 42 Prozent äußerte sich nicht zu seinem Handeln.
Die Umfrage unterstreicht das große öffentliche Interesse an der Situation des Wals, zeigt jedoch keine klare Linie für das weitere Vorgehen auf. Da sich fast die Hälfte der Befragten nicht zu der Reaktion des Ministers äußern möchte, bleibt die Krise ein umstrittenes Thema – sowohl für die Behörden als auch für die Bevölkerung.






