01 May 2026, 06:37

Edenhofer warnt: Kraftstoffsubventionen treiben Preise und Abhängigkeit in die Höhe

Grafik, die die Treibstoffpreise in den Vereinigten Staaten mit zwei Linien darstellt, die die Preise in den Bundesstaaten zeigen, wobei eine Linie (blau) sinkt und eine (grün) steigt.

Edenhofer warnt: Kraftstoffsubventionen treiben Preise und Abhängigkeit in die Höhe

Ottmar Edenhofer, Chefökonom des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), hat Subventionen für Kraftstoffe als falsche Antwort auf die steigenden Energiepreise kritisiert. Seiner Ansicht nach treiben solche Maßnahmen die Preise nur weiter in die Höhe und kommen vor allem ausländischen Exporteuren zugute. Stattdessen fordert er gezielte Unterstützung für einkommensschwache Haushalte und eine stärkere Konzentration auf die Senkung der Öl- und Gasnachfrage in ganz Europa.

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Edenhofer verwies darauf, dass Regierungen in den 1970er-Jahren Ölkrise nicht mit Preissubventionen, sondern mit Energiesparmaßnahmen bekämpften. Er betonte, dass die Reduzierung des Öl- und Gasverbrauchs längst eine Priorität für die Politik hätte sein müssen – und nicht erst eine Reaktion auf die jüngsten Preisschübe.

Nach seinen Worten geht es bei der Nachfragesenkung nicht nur um Klimapolitik, sondern auch um die geopolitische Stärke Europas. Durch einen geringeren Verbrauch von Öl und Gas könnte der Kontinent an Hebelwirkung gewinnen, um die globalen Energiepreise zu drücken. Er warnte, dass Kraftstoffsubventionen die Nachfrage nur weiter anheizen und Europa damit noch abhängiger von ausländischen Lieferungen machen würden.

Anstelle pauschaler Subventionen empfahl Edenhofer direkte finanzielle Hilfen für einkommensschwache Gruppen. Dieser Ansatz, so sein Argument, schütze die Bürger vor steigenden Kosten, ohne den Markt zu verzerren oder einen höheren Verbrauch anzureizen.

Edenhofers Vorschläge zielen auf langfristige Energiesicherheit ab, nicht auf kurzfristige Lösungen. Eine Verringerung der europäischen Abhängigkeit von ausländischem Öl und Gas, so seine These, würde die Preise stabilisieren und den Einfluss der Exporteure schwächen. Seine Empfehlungen unterstreichen zudem den Zusammenhang zwischen Klimaschutz und wirtschaftlicher Widerstandsfähigkeit.

Quelle