Deutschlands Wirtschaft wächst leicht – doch die Industrie ächzt unter Materialknappheit
Bodo ZimmerDeutschlands Wirtschaft wächst leicht – doch die Industrie ächzt unter Materialknappheit
Deutschlands Wirtschaft zeigt leichtes Wachstum – doch die Industrie leidet unter verschärften Materialengpässen
Zu Beginn des Jahres 2026 verzeichnete die deutsche Wirtschaft ein moderates Wachstum, doch die Industrie kämpft mit sich verschlimmernden Lieferengpässen. Zwar stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal um 0,3 Prozent, doch Fabriken haben zunehmend Schwierigkeiten, dringend benötigte Rohstoffe und Vorprodukte zu beschaffen. Seit Jahresbeginn hat sich das Problem nahezu verdoppelt.
Laut offiziellen Zahlen legte das BIP zwischen Januar und März 2026 um 0,3 Prozent zu. Treibende Kräfte waren der private Konsum, höhere Staatsausgaben und ein Anstieg der Exporte.
Doch hinter dieser positiven Entwicklung verbirgt sich eine zunehmende Belastung für die Industrie: Im April berichteten 13,8 Prozent der Unternehmen von Problemen bei der Beschaffung von Materialien – mehr als doppelt so viele wie noch im Januar (5,8 Prozent). Die Engpässe betreffen die Branchen jedoch unterschiedlich stark.
Besonders hart trifft es die chemische Industrie: 31,1 Prozent der Hersteller klagen über Lieferengpässe. Es folgen die Gummi- und Kunststoffproduzenten mit 22,9 Prozent, während 17,2 Prozent der Elektrogerätehersteller und 14,8 Prozent der Unternehmen aus dem Maschinenbau ebenfalls mit Versorgungsproblemen zu kämpfen haben.
Der leichte Aufschwung der Gesamtwirtschaft steht damit im Kontrast zur sich zuspitzenden Krise in der Industrie. Die Betroffenheit von Lieferengpässen hat sich innerhalb weniger Monate fast verdoppelt. Ohne Entlastung drohen Produktionsverzögerungen und steigende Kosten, die das weitere Wachstum belasten könnten.






