Bayerns Frauen halten Barcelona 1:1 – doch Rote Karten trüben den Erfolg
Theo SchlosserBayerns Frauen halten Barcelona 1:1 – doch Rote Karten trüben den Erfolg
Bayern Münchens Frauenmannschaft erkämpfte ein 1-1 gegen Barcelona im Rückspiel des Champions-League-Halbfinals
Das Spiel vor rekordverdächtigen 31.000 Zuschauern in München endete für die Bayern deutlich besser als die 1:7-Niederlage im Hinspiel. Doch die Partie wurde in den Schlussminuten von zwei Roten Karten gegen die Münchnerinnen überschattet.
Von Beginn an setzte Bayern auf eine disziplinierte Defensive. Trotz begrenzter Ballbesitzzeiten drohte die Mannschaft Barcelona immer wieder mit schnellen Kontern, sobald sie den Ball erobert hatte. Ihre Beharrlichkeit zahlte sich in der 69. Minute aus, als Verteidigerin Franziska Kett den Ausgleichstreffer erzielte.
Doch die Begegnung nahm in der 79. Minute eine dramatische Wende: Kett sah die Rote Karte, nachdem sie Barcelona-Spielerin Salma Paralluelo am Zopf gezogen hatte. Der Vorfall erinnerte an den Platzverweis von Kathrin Hendrich bei der EM 2025 wegen eines ähnlichen Fouls. Bayern-Trainer José Barcala protestierte wütend gegen die Entscheidung und wurde später mit einer zweiten Roten Karte des Feldes verwiesen.
Nach dem Spiel argumentierte Barcala, Kett habe möglicherweise das Trikot und nicht die Haare ziehen wollen, und bezeichnete die Rote Karte als überzogen. Auch Bianca Rech, Sportdirektorin der Bayern-Frauen, kritisierte den Platzverweis als nicht gerechtfertigt. Beide, Kett und Barcala, fehlen nun im Rückspiel gegen Barcelona.
Trotz der deutlichen Steigerung im Vergleich zur deutlichen Hinspielniederlage stehen die Münchnerinnen durch die Roten Karten im Nachteil. Ohne ihren Trainer und eine Schlüsselspielerin in der Abwehr wird das entscheidende Halbfinale zur schweren Prüfung.






