Ausgebrochener Stier löst nächtliche Großfahndung in Ilkerbruch aus
Ein etwa 350 Kilogramm schwerer junger Stier ist am späten Dienstagabend aus einem Stall in Ilkerbruch ausgebrochen. Das entlaufene Tier sorgte für Behinderungen in der Nähe der K114 und der ICE-Strecke und löste eine nächtelange Suchaktion der Behörden aus.
Der Stier war aus seinem Gehege geflohen, das in der Nähe einer vielbefahrenen Straße und von Gleisanlagen liegt. Aus Sorge um die öffentliche Sicherheit sperrten die Behörden vorübergehend die K114 und warnten Zugführer, in dem Bereich die Geschwindigkeit zu reduzieren.
Ein Polizeihubschrauber entdeckte das Tier gegen 1 Uhr nachts in dichtem Unterholz. Es wirkte verletzt und hochgradig aufgeregt, was die Einfangaktion erschwerte. Versuche, den Stier mit Beruhigungsmitteln zu betäuben, scheiterten, da ein Annähern an das gestresste und unberechenbare Tier zu riskant war.
Die ganze Nacht über arbeitete der Besitzer des Stiers gemeinsam mit der Polizei, um die Bewegungen des Tieres zu verfolgen. Da bis zum Morgengrauen keine sichere Möglichkeit bestand, den Stier einzufangen, entschieden die Behörden, dass eine Tötung die einzige Option sei, um die anhaltende Gefahr zu beseitigen. Beamte führten den Eingriff durch, um die Bedrohung zu beenden.
Der Vorfall endete mit der Tötung des Stiers aus Sicherheitsgründen. Nach der Bergung des Tieres normalisierten sich der Straßen- und Schienenverkehr wieder. Die Behörden bestätigten, dass es keine Verletzungen in der Bevölkerung oder weitere Schäden während der Flucht gegeben habe.






