17 April 2026, 02:33

Wo Angst und Kriminalität in deutschen Städten wirklich zusammenhängen

Eine dunkelthematisierte U.S.-Karte, die den prozentualen Anteil an Gewaltverbrechen pro 100.000 Einwohner in jedem Bundesstaat anzeigt, mit zusätzlichen Datendetails unten.

Wo Angst und Kriminalität in deutschen Städten wirklich zusammenhängen

Öffentliche Sicherheit bleibt ein großes Thema – besonders nachts und in städtischen Gebieten. Zwar fühlen sich die meisten Menschen in ihren eigenen vier Wänden und im direkten Wohnumfeld sicher, doch in bestimmten öffentlichen Räumen steigt die Angst vor Kriminalität deutlich an. Neue Daten aus dem Jahr 2024 zeigen, wo sich diese Sorgen mit tatsächlichen Risiken decken – und wo sie es nicht tun.

Fast drei von zehn Gewaltverbrechen ereignen sich mittlerweile im öffentlichen Raum. Doch die Orte, vor denen die Menschen am meisten Angst haben, entsprechen nicht immer den Gebieten mit den höchsten Kriminalitätsraten. Diese sogenannten "Angsträume" spiegeln häufig persönliche Erfahrungen wider – und weniger die Statistik.

Frauen berichten von deutlich größerer Sorge vor sexueller Belästigung als Männer. Gleichzeitig sind sie einem höheren Risiko durch Partnerschaftsgewalt und sexualisierte Übergriffe ausgesetzt. Junge Männer hingegen tauchen in Kriminalstatistiken am häufigsten als Täter auf.

In städtischen Gebieten gibt es mehr Kriminalität, was oft auf soziale Probleme und schwächere nachbarschaftliche Bindungen zurückzuführen ist. Zu den wichtigsten Risikofaktoren für gewalttätiges Verhalten zählen etwa Gewalterfahrungen in der Kindheit oder der Umgang mit abweichenden Peer-Gruppen. Bahnhöfe stachen in den Daten als ein Ort hervor, an dem sich öffentliche Angst und tatsächliche Kriminalitätsraten besonders stark decken.

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Trotz dieser Befunde fühlen sich über 90 Prozent der Menschen nach wie vor zu Hause und in ihrer unmittelbaren Nachbarschaft sicher. Doch die Wahrnehmung verändert sich dramatisch – je nach Alter, Geschlecht, Standort und Tageszeit.

Die Kluft zwischen Angst und Realität prägt, wie sich Menschen in Städten bewegen. Zwar passieren die meisten Gewaltverbrechen im öffentlichen Raum, doch nicht jeder gefürchtete Ort ist auch tatsächlich gefährlich. Die Behörden stehen nun vor der Herausforderung, sowohl die realen Risiken als auch die Ängste zu bekämpfen – selbst in eigentlich sicheren Gebieten.

Quelle