Windenergie-Ausbau in Braunschweig: 80 Vorranggebiete nach Bürgerfeedback festgesetzt
Greta JockelWindenergie-Ausbau in Braunschweig: 80 Vorranggebiete nach Bürgerfeedback festgesetzt
Der Regionalverband Braunschweig treibt die nächste Phase der Raumplanung für Windenergie voran. Die Region muss verbindliche gesetzliche Vorgaben des Landes Niedersachsen erfüllen, um den Ausbau der Windkraft an Land voranzutreiben. Nach der Berücksichtigung öffentlicher Rückmeldungen liegt nun ein überarbeiteter Entwurf des Plans vor.
Ursprünglich hatte der Verband 88 Vorranggebiete für Windenergie vorgeschlagen. Nach Auswertung der Stellungnahmen aus der Bevölkerung reduzierte sich diese Zahl auf 80. Acht Standorte wurden vollständig gestrichen, während 56 weitere auf Grundlage neuer Erkenntnisse und des Feedbacks angepasst wurden.
Eine bedeutende Änderung betrifft ein großes Gebiet zwischen Seershausen, Hillerse und Edemissen, das sich über Teile der Landkreise Gifhorn und Peine erstreckt. Dieser Bereich wurde nun aus den Vorranggebieten herausgenommen. Gleichzeitig wurde südlich von Kirchberg, in der Nähe von Seesen im Landkreis Goslar, ein neues Gebiet als Vorrangzone aufgenommen.
Die aktuellen Vorrangflächen umfassen bereits etwa 2,9 % der Gesamtfläche der Region. Damit übertrifft der Verband die gesetzliche Verpflichtung, bis 2027 mindestens 2,46 % (rund 12.500 Hektar) für Windenergie auszuweisen. Der zweite Entwurf des Plans wird in Kürze zur öffentlichen Einsichtnahme freigegeben; der genaue Zeitraum für die Anhörung wird noch bekannt gegeben.
Der überarbeitete Plan sieht nun 80 Vorranggebiete für den Ausbau der Windkraft vor. Er berücksichtigt Anpassungen auf Basis der öffentlichen Beteiligung und neuer Daten. Nach Abschluss der Konsultation wird der Verband die nächsten Schritte einleiten.






