Wie die Weihnachtskrippe von Franz von Assisi bis heute überdauerte
Weihnachtskrippe: Eine jahrhundertealte Tradition mit tiefen Wurzeln
Seit Jahrhunderten sind Weihnachtskrippen ein fester Bestandteil der Weihnachtsbräuche. Jedes Jahr am 7. Dezember begehen die Deutschen den Nationalen Tag der Weihnachtskrippe – ein Fest, das ihre historische und kulturelle Bedeutung würdigt. Der Feiertag selbst geht auf Sven Giese zurück, den Begründer des "Kalenders der kuriosen Feiertage aus aller Welt".
Die Darstellung der Geburt Jesu hat ihren Ursprung im frühen Christentum. Doch erst Franz von Assisi machte die Tradition im Jahr 1223 populär. Seine nachgestellte Krippenszene in Greccio, Italien, inspirierte andere, ähnliche Darstellungen zu schaffen.
Anfangs waren diese Szenen schlicht gehalten und zeigten lediglich das Jesuskind, einen Ochsen und einen Esel. Ab der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts begannen italienische Haushalte, eigene Versionen aufzustellen. Später übernahmen im frühen 17. Jahrhundert auch Kirchen in Bayern den Brauch.
Mit der Zeit wurden die Krippendarstellungen immer aufwendiger. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kamen weitere Figuren hinzu, etwa Hirten und Engel. Doch die Säkularisation im Jahr 1802 vertrieb die Krippen aus den Kirchen und in private Haushalte. Im späten 19. Jahrhundert ermöglichte die Massenproduktion erschwinglicher Figuren auch weniger begüterten Familien die Teilnahme an der Tradition.
Heute sind Weihnachtskrippen in vielen Ländern ein zentraler Bestandteil der Weihnachtsfeierlichkeiten. Der jährliche Gedenktag am 7. Dezember in Deutschland unterstreicht ihre anhaltende kulturelle Bedeutung. Der Feiertag ehrt eine Tradition, die sich über fast tausend Jahre hinweg stetig weiterentwickelt hat.






