28 March 2026, 10:41

Warum Homosexualität im Männerfußball noch immer ein Tabuthema bleibt

Ein pinkes Herz mit horizontalen Streifen in Pink, Weiß und Rot, das die LGBTQ+-Pride und die gleichgeschlechtliche Ehe symbolisiert.

Warum Homosexualität im Männerfußball noch immer ein Tabuthema bleibt

Homosexualität im Männerfußball bleibt ein Tabu – trotz wachsender Forderungen nach Veränderung. Uli Hoeneß, der ehemalige Präsident des FC Bayern München, hat sich nun für mehr Offenheit ausgesprochen. Seine Äußerungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem sich noch nie ein aktiver Spieler in den ersten drei deutschen Ligen als schwul geoutet hat.

Hoeneß machte deutlich, dass er einen homosexuellen Trainer beim FC Bayern voll und ganz unterstützen würde. Zudem versprach er, ihn vor Angriffen aus den Medien oder dem Netz zu verteidigen. Der 72-Jährige kritisierte, dass im Männerfußball schwule Spieler noch immer wie "Außerirdische" behandelt würden.

Im Frauenfußball spielt die sexuelle Orientierung kaum eine Rolle. Doch im Männerbereich herrscht weiterhin Schweigen. Christian Dobrick, U19-Trainer beim FC St. Pauli, gehörte kürzlich zu den wenigen Persönlichkeiten im deutschen Fußball, die sich als schwul geoutet haben.

Fangruppen unterstützen die Forderung nach einem offeneren Umgang mit dem Thema. Dennoch hat sich bisher kein Spieler in der Bundesliga, 2. Bundesliga oder 3. Liga öffentlich als LGBTQ+ bekannt.

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Hoeneß' Haltung zeigt die Kluft zwischen dem gesellschaftlichen Fortschritt und der langsamen Entwicklung im Fußball. Seine Unterstützung für einen schwulen Trainer beim FC Bayern könnte Vorbildwirkung entfalten. Bislang bleibt das Thema jedoch eines der letzten ungebrochenen Tabus im Fußball.

Quelle