18 March 2026, 16:34

WACKER streicht 1.500 Jobs nach Rekordverlust von 805 Millionen Euro

Eine Liniengrafik, die die US-Öl/Petroleumproduktion, -importe und -exporte zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

WACKER streicht 1.500 Jobs nach Rekordverlust von 805 Millionen Euro

WACKER-Konzern kündigt drastisches Sparprogramm nach schweren Verlusten 2025 an

Die WACKER-Gruppe hat nach schweren Verlusten im Jahr 2025 ein umfangreiches Kostensenkungsprogramm eingeleitet. Das Unternehmen wird mehr als 1.500 Stellen streichen und die jährlichen Ausgaben um über 300 Millionen Euro reduzieren. Trotz dieser Herausforderungen bleibt WACKER führend im Polysilizium-Markt für Halbleiter.

Die finanziellen Probleme des Konzerns verschärften sich im vergangenen Jahr: Das Unternehmen verbuchte einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro. Sonderbelastungen und Abschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro trugen maßgeblich zum Defizit bei. Der Umsatz sank um 4 Prozent auf 5,49 Milliarden Euro, während das EBITDA um 43 Prozent auf 427 Millionen Euro einbrach. Vorstandsvorsitzender Christian Hartel machte schwache Nachfrage, Marktunsicherheiten und Überkapazitäten für den Abschwung verantwortlich.

Hohe Energiekosten in Deutschland, rückläufige Absatzmengen und unausgelastete Produktionskapazitäten erhöhten den Druck zusätzlich. Infolgedessen wird WACKER für das Jahr 2025 keine Dividende vorschlagen. Für 2026 erwartet das Unternehmen jedoch eine leichte Erholung mit einem prognostizierten EBITDA zwischen 550 und 700 Millionen Euro.

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In den vergangenen drei Jahren hatte WACKER Chemie seine Polysilizium-Kapazitäten in Nünchritz und Burghausen ausgebaut. Dadurch stieg der globale Marktanteil des Konzerns von etwa 20 auf 28 Prozent – und überflügelte damit Konkurrenten wie Tokuyama und OCI. Künftig will sich das Unternehmen auf Spezialchemikalien, Halbleiter und Biotechnologie konzentrieren, um langfristig profitabel zu bleiben.

Das Sparprogramm PACE startete im Oktober 2025, um die Finanzen zu stabilisieren. Durch Stellenabbau und Kostensenkungen hofft die WACKER-Gruppe, wieder auf Wachstumskurs zu kommen. Die starke Position im Polysilizium-Geschäft und die neue strategische Ausrichtung werden die Zukunft des Konzerns prägen.

Quelle