Verschollenes Schwabinger-7-Kunstwerk kehrt nach zwölf Jahren zurück
Ein längst verschollenes Kunstwerk über die Münchner Kultkneipe Schwabinger 7 kehrt diese Woche an die Öffentlichkeit zurück
Das Werk des Künstlers Rupert Dorrer, das die legendäre Bar in München würdigt, wurde vor zwölf Jahren bei einer Auktion verkauft und blieb seitdem der Öffentlichkeit entzogen. Am Montagmorgen wird es nun in der Galerie in Bruckmühl wieder präsentiert.
Das Gemälde entstand auf Basis eines Fotos der Barwand, die Dorrer in aufwendiger Schichtarbeit mit Farbe nachgestaltete. Mit einer Breite von 140 cm und einer Höhe von 72 cm fängt das Bild den Geist eines Ortes ein, der einst als Münchens berühmteste Kneipe galt. Dorrer selbst bezeichnete das Werk als Reflexion über die Vergänglichkeit.
Zuletzt war das Kunstwerk 2012 zu sehen, als es von Denn's Biomarkt ersteigert wurde. Seitdem befand es sich in Privatbesitz. Am Montag um 11 Uhr erhalten Besucher nun endlich wieder die Gelegenheit, es in der Bruckmühler Galerie zu bewundern.
Die Kneipe Schwabinger 7 in der Feilitzschstraße 7 entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer kulturellen Institution. Zwar ist über die frühere Geschichte des Gebäudes wenig bekannt, doch bewahrt Dorrers Gemälde ein Stück ihres späteren Erbes.
Die Ausstellung markiert die erste öffentliche Präsentation des Werks seit über einem Jahrzehnt. Dorrers Nachbildung der Schwabinger-7-Wand wird nun sowohl denen zugänglich sein, die die Bar noch in Erinnerung haben, als auch jenen, die ihre Geschichte erst entdecken. Die Vernissage beginnt am Montag um 11 Uhr.