Uniper und EWE bauen Wasserstoff-Drehscheibe in Huntorf mit Windenergie und Speicherlösungen
Bodo ZimmerUniper und EWE bauen Wasserstoff-Drehscheibe in Huntorf mit Windenergie und Speicherlösungen
Uniper und EWE unterzeichnen Vereinbarung für Wasserstoff-Drehscheibe in Huntorf, Niedersachsen
Uniper und EWE haben eine Vereinbarung zum Bau eines Wasserstoff-Hubs in Huntorf, Niedersachsen, unterzeichnet. Das Projekt nutzt erneuerbare Windenergie zur Herstellung von Wasserstoff, der vor Ort gespeichert wird. Beide Unternehmen streben an, erste Kunden noch vor Mitte des Jahrzehnts mit Wasserstoff zu versorgen.
Der Standort Huntorf verfügt bereits über Infrastruktur, die sich für die Wasserstoffnutzung umrüsten lässt. Dazu gehören ein Druckluftspeicherkraftwerk (CAES) sowie eine Kavernenspeicheranlage für Erdgas. Zudem bietet der bestehende Netzanschluss ausreichend Kapazität für die Integration von Elektrolyseuren – zwei Hochspannungsleitungen sind bereits an windreiche Regionen angebunden.
Uniper bringt in die Partnerschaft Know-how im Bau und Betrieb von Elektrolyseanlagen sowie in der Vermarktung von Wasserstoff ein. EWE und Uniper sehen zudem langfristiges Potenzial in der Nutzung von Wasserstoff für hoch effiziente CAES-Systeme. Die Ausbaukapazität des Hubs wird auf bis zu 300 Megawatt geschätzt, wobei der Fokus auf der Steigerung des Wasserstoffabsatzes liegt.
Die Wasserstoff-Drehscheibe umfasst auch Transportlösungen, um Industrie und Mobilitätssektor zu bedienen. Dadurch lässt sich der vor Ort erzeugte Wasserstoff an verschiedene Endverbraucher verteilen. Das Projekt setzt auf die Umnutzung bestehender Infrastruktur, um die Produktion und Speicherung von Wasserstoff zu unterstützen. Die Entwicklung des Standorts entspricht dem Ziel, Kunden bereits ab Mitte des Jahrzehnts mit Wasserstoff zu beliefern. Die Kooperation zwischen Uniper und EWE stärkt die Rolle der Region als Vorreiter in den Bereichen erneuerbare Energien und Wasserstoffinnovation.






