Teilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stabiler Sendungsmengen
Theo SchlosserTeilladungsverkehr in Deutschland: Kosten steigen trotz stabiler Sendungsmengen
Kosten im deutschen Teilladungsverkehr steigen weiter – trotz stabiler Sendungsmengen
Die Ausgaben im deutschen Stückgut- und Teilladungslogistiksektor (LTL) sind weiterhin gestiegen, obwohl das Sendungsaufkommen nahezu unverändert bleibt. Ein aktueller Bericht zeigt, dass die Kosten für Personal, Palettenabwicklung und Betrieb deutlich zulegen – was die Rentabilität der Branche unter Druck setzt. Trotz Bemühungen um mehr Effizienz gelingt es den Unternehmen kaum, die wachsende finanzielle Belastung abzufedern.
Zwischen Juli und Dezember 2025 stiegen die prozessbezogenen Sendungskosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Prozent. Die Personalkosten, die 51 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen, erhöhten sich dabei um 3,7 Prozent – ein deutlicher Treiber für die finanzielle Belastung der Logistikfirmen.
Noch stärker legten die Kosten für die Palettenabwicklung zu: Hier gab es einen Anstieg um 6,4 Prozent, vor allem wegen eines Preissprungs bei Paletten um etwa 21 Prozent. Gleichzeitig wuchsen die allgemeinen Betriebskosten um 4,2 Prozent und machen nun 33 Prozent der Gesamtausgaben aus.
Das Sendungsvolumen in den LTL-Netzen ging leicht zurück – um 0,1 Prozent im Jahresvergleich. Durch den Ausbau von Umschlagzentren verringerte sich jedoch die durchschnittliche Anzahl der pro Depot abgewickelten Sendungen um 3,3 Prozent. Zwar blieben die Ausgaben für Kraftstoff und Maut stabil, doch diese Einsparungen reichen nicht aus, um den allgemeinen Kostenanstieg auszugleichen.
Der Bundesverband Spedition und Logistik (DSLV) warnt, dass interne Effizienzmaßnahmen allein nicht mehr ausreichen, um die wachsenden finanziellen Belastungen zu kompensieren. Bei stagnierenden Sendungsmengen und steigenden Kosten steht die Branche vor einer schwierigen Phase.
Die aktuellen Zahlen zeigen: Die LTL-Logistikunternehmen in Deutschland kämpfen mit höheren Ausgaben in fast allen Bereichen – von Personal bis zur Palettenlogistik. Während das Sendungsaufkommen kaum schwankt, verschärft sich der Kostendruck. Die Unternehmen müssen neue Wege finden, um die Ausgaben zu steuern, da klassische Effizienzsteigerungen nicht mehr ausreichen.






