Stuttgarter Apotheke setzt Meilenstein mit digitaler Rezeptabrechnung über Scanacs
Aurelia AumannStuttgarter Apotheke setzt Meilenstein mit digitaler Rezeptabrechnung über Scanacs
Apotheke in Stuttgart als erste mit AOK Baden-Württemberg über Scanacs-Plattform abgerechnet
Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Rezeptabrechnungen auf Papierbasis mit der AOK Baden-Württemberg über die Scanacs-Plattform abgewickelt. Der Schritt markiert einen Wandel in der Abrechnungspraxis von Apotheken nach den neuen Regelungen, die in diesem Jahr eingeführt wurden. Branchenvertreter sehen darin einen bedeutenden Fortschritt für die digitale Verarbeitung von Rezepten.
Die Änderung folgt Anpassungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV) der AOK Baden-Württemberg. Den aktualisierten Bestimmungen zufolge müssen Apotheken nun ein einheitliches Abrechnungsverfahren nutzen. Sie können die Abrechnung entweder selbst vornehmen oder alle Ansprüche über eine Clearingstelle abwickeln – eine Kombination beider Methoden ist jedoch nicht mehr zulässig.
Im Januar rechnete eine Stuttgarter Apotheke über Scanacs Rezepte im Wert von 80.000 Euro ab, darunter ein einzelnes Rezept mit einem Volumen von über 40.000 Euro. Frank Böhme, Geschäftsführer von Scanacs, bezeichnete dies als Meilenstein. Zudem bezeichnete er das System als Durchbruch und kündigte an, den Erfolg in Gesprächen mit anderen Krankenkassen zu nutzen.
Scanacs hat den Prozess so konzipiert, dass für Apotheken kein zusätzlicher Aufwand entsteht. Es gibt keine Beschränkungen, wie oft sie abrechnen dürfen, und es sind keine weiteren Scanner erforderlich. E-Rezepte laufen weiterhin über die bestehende Apo-TI-Schnittstelle, während Papierrezepte nun in dasselbe System integriert werden. Das Unternehmen strebt an, den Ablauf nahtlos zu gestalten, bevor die Übergangsphase endet.
Das neue System ermöglicht es Apotheken, sowohl elektronische als auch Papierrezepte im selben Monat abzurechnen. Scanacs geht davon aus, dass sich dieser Ansatz nach Abschluss der Übergangsphase als Standard durchsetzen wird. Bis dahin arbeitet die Plattform weiter daran, den Prozess für eine breitere Einführung in der Region zu optimieren.






