09 June 2026, 18:41

Stuttgart 21: Unterirdischer Bahnhof droht erst 2031 fertig zu werden

Eisenbahn unter Druck - Was Özdemir bezüglich Stuttgart 21 fordert

Stuttgart 21: Unterirdischer Bahnhof droht erst 2031 fertig zu werden

Stuttgart 21: Bahnprojekt steht vor neuem schweren Rückschlag – Inbetriebnahme der Untergrundstation erst Ende 2031?

Das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 erlebt einen weiteren herben Dämpfer: Nach aktuellen Berichten wird der unterirdische Bahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen können. Ursprünglich sollte das Vorhaben bereits 2019 abgeschlossen sein, doch wiederholte Verzögerungen sorgen bei Verantwortlichen und Fahrgästen gleichermaßen für Frust. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) fordert von der Deutschen Bahn nun dringend klare Aussagen zur Zukunft des Projekts.

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Das Milliardenvorhaben sollte den Stuttgarter Eisenbahnknoten grundlegend modernisieren: Aus dem alten Kopfbahnhof sollte ein durchgehender unterirdischer Durchgangsbahnhof entstehen, ergänzt um neue Gleise, Tunnel, Brücken und eine vollständige Digitalisierung des Knotens. Als die Finanzierung 2009 beschlossen wurde, war die Fertigstellung für 2019 avisiert.

Doch die Komplexität des Projekts – insbesondere die digitalen Systeme – sorgt seit Jahren für Probleme. Eine Teilinbetriebnahme, die zuletzt für Ende 2026 im Gespräch war, wurde im November verworfen. Jetzt deuten Medienberichte darauf hin, dass der gesamte Bahnhof erst Ende 2031 fertiggestellt wird. Die Kosten sind mittlerweile auf geschätzte 11,3 Milliarden Euro explodiert.

Özdemir kritisiert die mangelnde Transparenz scharf und warnt, weitere Verzögerungen wären „eine katastrophale Nachricht“ für die Region und die Pendler. Er drängt die Bahn, ihr Engagement für das Projekt zu bestätigen und die vollständige Digitalisierung sicherzustellen. Auch die übergeordnete Ausbaustrecke Stuttgart–Ulm, zu der bereits 2022 eine Hochgeschwindigkeitstrasse nach Ulm fertiggestellt wurde, ist noch nicht vollständig abgeschlossen.

Mit der neuesten Verzögerung verlängert sich die Bauzeit um mehr als ein Jahrzehnt über den ursprünglichen Zeitplan hinaus. Die Deutsche Bahn steht nun in der Pflicht, konkrete Pläne und verbindliche Zeiträume vorzulegen, um das Vertrauen zurückzugewinnen. Ohne sichtbare Fortschritte könnten die wirtschaftlichen und verkehrstechnischen Folgen für Baden-Württemberg noch gravierender werden.

Quelle