15 April 2026, 16:34

SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung – Rehlinger fordert Alternativkonzept

Plakat mit fettem schwarzem Text auf einem weißen Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, der besagt: "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut: Senkt Steuern für die Reichen und Großkonzerne noch weiter."

SPD streitet über Mehrwertsteuererhöhung – Rehlinger fordert Alternativkonzept

Die Bundesregierung erwägt einen Plan, den regulären Mehrwertsteuersatz von 19 auf 21 Prozent anzuheben. Der Vorschlag stößt bereits auf Kritik – insbesondere von Anke Rehlinger, der SPD-Ministerpräsidentin des Saarlandes. Sie äußert erhebliche Zweifel an der geplanten Erhöhung und setzt sich stattdessen für alternative Steuerreformen ein.

Rehlingers Widerstand fällt in eine Phase, in der die SPD auf ihrem Parteitag an diesem Freitag über ihre Reformagenda beraten wird. Statt einer Mehrwertsteuererhöhung spricht sie sich für eine Senkung des ermäßigten Satzes von derzeit 7 Prozent sowie für Steuersenkungen bei Einkommen aus Arbeit aus. Ihr Hauptanliegen bleibt es, die Belastung für die Mehrheit der Steuerzahler zu verringern.

Zudem unterstützt sie den Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil, das Ehegattensplitting abzuschaffen. Darüber hinaus plädiert Rehlinger für höhere Erbschaftssteuern, um die Staatseinnahmen zu erhöhen und eine gerechtere Besteuerung zu fördern. Ihre Vorschläge zielen vor allem auf Spitzenverdiener ab, deren Steuervergünstigungen reduziert werden sollen, während 95 Prozent der Steuerzahler entlastet werden würden.

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Die Debatte um mögliche Änderungen der Mehrwertsteuer ist Teil einer größeren Diskussion über die Konsolidierung der öffentlichen Finanzen. Während die Regierung eine Erhöhung um 2 Prozentpunkte prüft, zeigen Rehlingers Gegenvorschläge die innerparteilichen Spannungen innerhalb der SPD in der Finanzpolitik auf.

Das Ergebnis des SPD-Parteitags am Freitag wird die Position der Partei zu den Steuerreformen prägen. Sollte die Mehrwertsteuererhöhung beschlossen werden, könnten Anpassungen in anderen Steuerbereichen folgen, etwa bei den ermäßigten Sätzen oder den Abgaben auf Arbeitseinkommen. Rehlingers Alternativkonzept deutet jedoch auf einen Kurs hin, der stärker auf Umverteilung und Entlastung für Gering- und Mittelverdiener setzt.

Quelle