27 March 2026, 12:41

Solinger Stadtrat unter Druck: Forderung nach mehr Transparenz bei Geheimhaltung

Plakat für den Polnischen Rat für Großbritannien mit einem blauen Schild-Logo mit einem weißen Stern und einem weißen Rand und fetter schwarzer Schrift, die "Polnischer Rat" lautet.

Solinger Stadtrat unter Druck: Forderung nach mehr Transparenz bei Geheimhaltung

Forderung nach mehr Transparenz im Solinger Stadtrat

Jan Höttges, Fraktionsvorsitzender der SG Zukunft, fordert strengere Regeln für nicht-öffentliche Sitzungen. Er kritisiert, dass vage Begründungen für Geheimhaltung das Vertrauen der Bürger in politische Entscheidungen untergraben.

Höttges übt scharfe Kritik an der aktuellen Praxis, die Transparenz in Ratssitzungen und Ausschüssen einschränkt. Sein Vorschlag sieht vor, dass jeder Tagesordnungspunkt, der unter Ausschluss der Öffentlichkeit behandelt wird, eine verbindliche schriftliche Begründung enthalten muss. Diese soll sich auf Paragraf 7 der Geschäftsordnung stützen.

Die Begründung müsste im Einzelfall darlegen, warum eine öffentliche Debatte nicht möglich ist. Reicht die Argumentation nicht aus oder liegen keine rechtlichen Hindernisse vor, soll der Punkt automatisch in den öffentlichen Teil der Sitzung verschoben werden. Höttges besteht darauf, dass pauschale oder unklare Erklärungen künftig nicht mehr akzeptiert werden.

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Die SG Zukunft betont, dass nicht-öffentliche Beratungen nur in klar begründeten Ausnahmefällen stattfinden sollten. Die Fraktion warnt, dass schwache Begründungen gegen Verfahrensregeln verstoßen und die Kontrollfunktion des Rates schwächen könnten. In den verfügbaren Unterlagen fanden sich keine konkreten Beispiele für umstrittene nicht-öffentliche Beratungen in Solingen der letzten fünf Jahre.

Ziel der Transparenzinitiative ist es, sicherzustellen, dass Geheimhaltung im Rat die absolute Ausnahme bleibt und stets vollständig gerechtfertigt ist. Werden die neuen Regeln verabschiedet, müsste jede nicht-öffentliche Sitzung detailliert begründet werden – ein Schritt, der die Handhabung vertraulicher Diskussionen in Rat und Ausschüssen nachhaltig verändern könnte.

Quelle