Schnieder blockiert 9-Euro-Ticket-Rückkehr und lehnt Tempolimit ab
Verkehrsminister Patrick Schnieder lehnt Rückkehr des 9-Euro-Tickets ab
Verkehrsminister Patrick Schnieder hat Forderungen nach einer Wiedereinführung des monatlichen 9-Euro-Tickets für den Öffentlichen Nahverkehr zurückgewiesen. Stattdessen verteidigte er das aktuelle Deutschlandticket, das 63 Euro kostet und bundesweit gültig bleibt. In seinen Äußerungen bezog er zudem Stellung zu Vorschlägen zur Spritpreisgestaltung und zu Tempolimits auf Autobahnen.
Schnieder betonte, das bestehende Deutschlandticket biete ein deutlich besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als herkömmliche Monatskarten. Er hob die bundesweite Gültigkeit hervor und bestätigte, dass die Finanzierung des Tickets bis 2030 gesichert sei. Eine Rückkehr zum günstigeren 9-Euro-Ticket schloss er jedoch aus und rief Fahrgäste dazu auf, auf die aktuelle Lösung umzusteigen.
Zudem wies er einen Vorstoß von Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zurück, der nach dem Vorbild Luxemburgs eine Deckelung der Spritpreise einführen wollte. Schnieder kritisierte den Plan als übermäßige Markteingriffe, die den Wettbewerb ersticken statt Verbrauchern zu helfen würden.
In der Debatte um Autobahnen lehnte der Minister eine generelle Geschwindigkeitsbegrenzung ab. Stattdessen argumentierte er, dass Autofahrer, die bereits freiwillig langsamer fuhren, ohnehin von geringeren Spritkosten profitierten – ohne dass es dafür verbindliche Vorgaben brauche.
Schnieders Haltung zementiert das Deutschlandticket als zentrale Option für den Öffentlichen Verkehr, während er sowohl Preisobergrenzen für Kraftstoffe als auch Tempolimits blockiert. Die Finanzierung des Tickets bleibt langfristig gesichert, eine Rückkehr zum 9-Euro-Tarif ist jedoch nicht vorgesehen. Auch bei den Autobahnregelungen bleibt damit alles beim Alten.






