Salzgitter startet Testanlage für klimaneutralen Stahl mit Wasserstofftechnologie
Aurelia AumannSalzgitter startet Testanlage für klimaneutralen Stahl mit Wasserstofftechnologie
Salzgitter AG beginnt Bau einer Demonstrationsanlage für klimaneutrale Stahlproduktion
Die Salzgitter AG hat mit dem Bau einer neuen Demonstrationsanlage für die CO₂-arme Stahlherstellung begonnen. Die unter dem Namen μDRAL (mikro-DRAL) geführte Anlage markiert einen wichtigen Schritt des Unternehmens auf dem Weg zur wasserstoffbasierten Stahlproduktion bis 2050. Diese Woche versammelten sich Verantwortliche zum offiziellen Spatenstich für das 13,6-Millionen-Euro-Projekt.
Die Anlage wird im Rahmen der SALCOS-Initiative direktreduziertes Eisen (DRI) erzeugen. Mit einer täglichen Kapazität von 2.500 Kilogramm kann sie sowohl mit Erdgas als auch mit Wasserstoff oder einer Mischung aus beiden betrieben werden. Diese Flexibilität ermöglicht es dem Unternehmen, verschiedene Brennstoffzusammensetzungen zu testen und gleichzeitig die Emissionen zu senken.
Der Baubeginn folgte auf eine feierliche Grundsteinlegung, an der prominente Gäste teilnahmen – darunter Professor Heinz Jörg Fuhrmann, Vorstandsvorsitzender der Salzgitter AG, Bundesumweltministerin Svenja Schulze, Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil sowie Salzgitters Oberbürgermeister Frank Klingebiel. Die Bundesregierung fördert 40 Prozent der Projektkosten.
Sobald die Anlage Anfang 2022 in Betrieb geht, wird das erzeugte DRI in Hochöfen und Lichtbogenöfen eingesetzt. Dies wird bereits kurzfristig zu einer Verringerung der CO₂-Emissionen beitragen und unterstützt das langfristige Ziel des Konzerns, die Treibhausgase bis 2050 um 95 Prozent zu reduzieren.
Die μDRAL-Anlage steht für einen konkreten Schritt hin zu einer grüneren Stahlproduktion. Durch die Erprobung wasserstoffbasierter Verfahren bereits heute strebt Salzgitter an, die Technologie in den kommenden Jahrzehnten im großen Maßstab einzusetzen. Das Projekt fügt sich zudem in die nationalen Bestrebungen ein, die Schwerindustrie zu dekabonisieren.






