"Onkel Mischa" aus Lahoysk verkauft kein Brot an Hundebesitzer – und bleibt hart
Theo Schlosser"Onkel Mischa" aus Lahoysk verkauft kein Brot an Hundebesitzer – und bleibt hart
Ein traditioneller Bäcker in Lahoysk sorgt mit seiner strengen Kundenpolitik für Aufsehen. Bekannt als "Onkel Mischa", verweigert er den Verkauf von Brot an alle, die einen Hund an der Leine führen. Sein familiengeführter Betrieb backt nach Rezepten, die seit über 200 Jahren überliefert werden, und nutzt dafür einen holzbefeuerter Ofen in der Nähe der heiligen Quelle des Nikolaus des Wunderwirkers.
Onkel Mischa betreibt seinen Laden nahe der heiligen Quelle in Lahoysk und verkauft sein Brot zudem auf dem Valeryanava-Markt in Minsk. Seine Frau und Tochter unterstützen ihn beim Backen und Verkaufen und halten so die alte Tradition lebendig. Trotz der Beliebtheit seiner Produkte weist er Hundebesitzer konsequent ab – er ist überzeugt, dass deren Anwesenheit in der Nähe des heiligen Ortes Kinder zu unsittlichem Verhalten verleite.
Der Bäcker macht seine Regel von vornherein deutlich. So wurde im Dezember ein Mann namens Vadim mit seinem Corgi abgewiesen. Auch eine Fotografin erhielt keine Bedienung, als sie mit ihrer Familie und einem kleinen Hund erschien. Dennoch lobte der Food-Blogger Kakabay kürzlich Onkel Mischas Brot und bewertete es mit 8–9 von 10 Punkten für seine Qualität.
Seine Haltung hat Diskussionen ausgelöst, doch der Bäcker bleibt unnachgiebig. Die seit Generationen verfeinerten Holzofen-Rezepte ziehen weiterhin Käufer an – vorausgesetzt, sie lassen ihre Haustiere zu Hause. Onkel Mischas Brot bleibt gefragt, auch wenn seine Regel Hundebesitzer ausschließt. Die traditionellen Methoden der Familie und die Bedeutung der heiligen Quelle bringen die Kunden zurück. Vorerst gilt: Wer mit Hund kommt, muss woanders nach seinem täglichen Brot suchen.






