Salzgitter droht das Aus für den On-Demand-Bus Flexo – wer rettet den Service?
Aurelia AumannSalzgitter droht das Aus für den On-Demand-Bus Flexo – wer rettet den Service?
Die Zukunft des On-Demand-Busdienstes Flexo in Salzgitter liegt nun in den Händen der lokalen Politiker. Ohne neue Finanzmittel wird der Service – der derzeit Gebiete wie Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt bedient – im Dezember 2026 eingestellt. Die regionalen Zuschüsse, die seit dem Start die Hälfte der Kosten gedeckt haben, laufen im nächsten Jahr aus.
Flexo wurde zunächst vom Regionalverband Braunschweig unterstützt, der bis Ende 2026 50 Prozent der Finanzierung übernommen hat. Fällt diese Förderung weg, geht die Verantwortung für den Betrieb auf die einzelnen Kommunen über, die den Service dann im Rahmen ihrer örtlichen Nahverkehrspflichten weiterführen müssten.
Einige Regionen haben ihre Linien bereits gesichert: Der Landkreis Gifhorn hat Flexo bis 2033 verlängert, Baddeckenstedt verfügt über einen Vertrag bis 2031. Doch in Salzgitter steht der Service vor dem Aus, sofern die lokalen Entscheidungsträger in diesem Jahr keine neuen Mittel bewilligen.
Die drohende Einstellung löst bei den Einwohnern Besorgnis aus. Die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz kämpft für den Erhalt von Flexo, da sie den Service für ihre anstehende Berufsausbildung benötigt. Eine Online-Petition zur Rettung des Angebots hatte bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt.
Nun müssen die Kommunalparlamente entscheiden, ob sie Flexo über 2026 hinaus finanzieren. Kommt keine Einigung zustande, wird der Betrieb in Salzgitter Ende nächsten Jahres eingestellt. Die Entscheidung wird direkte Auswirkungen auf die Mobilitätsmöglichkeiten von Schülern, Pendlerinnen und Pendlern sowie Anwohnern in der gesamten Region haben.






