Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und kostengünstiger machen
Greta JockelRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und kostengünstiger machen
Forscher des Laser Zentrum Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten im Schiffbau. Das Verfahren soll Kosten senken, Ressourcen schonen und gleichzeitig hochwertige Ergebnisse liefern. Es ist Teil des Projekts DIGIMAR, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird.
Das Team arbeitet an einer Mehrstrahl-Laserschweißtechnik mit maßgeschneiderter Strahlformung. Dabei werden drei Strahlquellen in einem einzigen Prozess kombiniert, sodass sowohl die Wurzellage als auch die Fülllagen parallel bearbeitet werden können. Dadurch verringert sich die Anzahl der benötigten Schweißlagen, was die Produktionszeit verkürzt.
Ziel des Verfahrens ist es, Materialstärken von bis zu 30 Millimetern zu verarbeiten und gleichzeitig Risse in den Schweißnähten zu vermeiden. Um eine gleichbleibende Qualität zu gewährleisten, wird ein integriertes System jede Naht automatisch als "akzeptabel" oder "fehlerhaft" klassifizieren. Die dabei gewonnenen Daten fließen in einen "digitalen Zwilling" ein, der eine lückenlose Dokumentation und Rückverfolgbarkeit ermöglicht.
Das Projekt entsteht im Rahmen von DIGIMAR in Zusammenarbeit mit dem LZH, der MEYER WERFT GmbH & Co. KG und der Laserline GmbH. Die Förderung erfolgt über den Projekträger Jülich im Auftrag der Bundesregierung. Ziel ist es, die Herstellungskosten durch geringeren Zusatzwerkstoff- und Schutzgasverbrauch zu senken.
Das neue Schweißverfahren könnte den Schiffbau effizienter und zuverlässiger machen. Durch die digitale Qualitätskontrolle werden fehlerfreie Ergebnisse sichergestellt, während gleichzeitig der Ressourcenverbrauch reduziert wird. Die Technologie befindet sich derzeit in der Entwicklung im Rahmen der DIGIMAR-Initiative.






