24 March 2026, 10:36

Reutlinger Polizei geht neue Wege für Demokratie und historische Aufklärung

Eine Gruppe von Polizisten in Uniform und mit Mund-Nasen-Schutz steht vor einem Gebäude, einige halten Kameras, mit einem Banner an einer Säule, Geländern, Pflanzen, Bäumen und Deckenleuchten im Hintergrund.

Reutlinger Polizei geht neue Wege für Demokratie und historische Aufklärung

Polizeipräsidium Reutlingen stärkt Engagement für Demokratie und Toleranz durch neue Partnerschaft

Das Polizeipräsidium Reutlingen hat sein Bekenntnis zu Demokratie und Toleranz durch eine neue Kooperation unterstrichen. Am 18. März 2026 unterzeichneten Polizepräsident Udo Vogel und Professorin Dr. Benigna Schön Hagen eine Vereinbarung mit der Initiative Erinnerungsort Gräberfeld X. Ziel der Zusammenarbeit ist es, die politische Bildung unter den Beamten zu vertiefen, indem sie sich mit den Folgen historischen Unrechts auseinandersetzen.

Die Vereinbarung ist Teil des landesweiten Projekts Strategische Partnerschaft für Demokratie und Toleranz, das 2024 ins Leben gerufen wurde. Es soll den interkulturellen Austausch und das Bewusstsein innerhalb der Polizei fördern. Zu den Aktivitäten gehören Führungen durch die Ausstellung Grenzenlose Anatomie: Tübinger Wissenschaft und Nationalsozialismus, die die Verstrickungen der medizinischen Fachwelt in das NS-Regime thematisiert.

Fünf Beamte wurden bereits zu "strategischen Paten" ausgebildet, um die Initiative zu leiten. Sie organisieren Fortbildungsangebote für Kollegen, etwa Besuche an Gedenkstätten, Gastvorträge und Exkursionen. Polizepräsident Vogel betonte, wie wichtig solche Erfahrungen seien, um die Gefahren einer Aushöhlung des Rechtsstaats zu begreifen.

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Professorin Schön Hagen begrüßte die Zusammenarbeit und dankte der Reutlinger Polizei für ihr Engagement, die Ausstellung über 2027 hinaus zu verlängern. Das Projekt stellt sicher, dass die Lehren aus der Geschichte fest in der Polizeiausbildung und der öffentlichen Bildungsarbeit verankert bleiben.

Die Partnerschaft sieht eine kontinuierliche Aufklärung über NS-Verbrechen und deren gesellschaftliche Auswirkungen vor. Regelmäßige Führungen und Vorträge sind nun fester Bestandteil des Programms des Polizeipräsidiums. Zwar gibt es ähnliche Abkommen in Baden-Württemberg, doch diese Initiative setzt für die Reutlinger Beamten einen klaren Rahmen.

Quelle