19 April 2026, 02:37

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps 2026: Wann lohnt sich der Insektizideinsatz?

Ein roter und schwarzer Blatthornkäfer auf einer weißen Margerite mit grünen Pflanzen im Hintergrund.

Rapsglanzkäfer bedroht Winterraps 2026: Wann lohnt sich der Insektizideinsatz?

Winterraps entwickelt sich im Frühjahr 2026 im gesamten Vereinigten Königreich gut. Die Pflanzen befinden sich derzeit im Längenwachstum, und der Hauptblütenstand ist bereits sichtbar. Dennoch müssen Landwirtinnen und Landwirte wachsam bleiben, denn der Rapsglanzkäfer stellt in dieser Saison erneut eine Bedrohung dar.

Expertinnen und Experten raten zu sorgfältiger Beobachtung, bevor über den Einsatz von Insektiziden entschieden wird. Nicht alle Felder benötigen eine Behandlung – unnötiges Spritzen schadet nicht nur nützlichen Insekten, sondern treibt auch die Kosten in die Höhe. Besonders gefährdet sind die Bestände in den Entwicklungsstadien BBCH 51 bis 59. In dieser Phase dürfen zwar acetamipridhaltige Mittel wie Mospilan SG oder Danjiri eingesetzt werden, das Mischen mit Hilfsstoffen ist jedoch verboten. Diese Einschränkungen sollen Risiken für Nicht-Zielorganismen verringern.

Für eine bienenfreundlichere Alternative bleiben tau-fluvalinathaltige Produkte wie Mavrik Vita oder Evure selbst nach BBCH 59 zugelassen. Falls gleichzeitig Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer bekämpft werden müssen, kommt Trebon 30 EC infrage – allerdings nur, wenn die Bienenaktivität am Tag bereits beendet ist.

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Eine präzise Erfassung der Käferpopulation ist entscheidend. Gelbschalen liefern ab dem Knospenstadium unzuverlässige Ergebnisse. Besser ist es, die Felder systematisch abzulaufen und die Käfer innerhalb der Bestände zu zählen – nicht nur am Rand. Eine Behandlung lohnt sich wirtschaftlich erst, wenn vor der Blüte mehr als zehn Käfer pro Hauptknospe auftreten.

In vielen Fällen wird überhaupt kein Insektizid nötig sein. Durch den Verzicht auf unnötige Spritzungen werden Bestäuber geschont, Kosten gespart und die langfristige Umweltgesundheit gefördert. Die Entscheidung für oder gegen eine Behandlung sollte auf genauen Feldkontrollen basieren, nicht allein auf Fallenzahlen. Landwirtinnen und Landwirte müssen die Käferdichte gegen wirtschaftliche Schadensschwellen abwägen. Falls ein Einsatz unvermeidbar ist, helfen zugelassene Mittel und die Einhaltung der Anwendungszeiten, Schäden für Bienen und andere Nützlinge zu minimieren.

Quelle