16 April 2026, 14:40

Radikale Pläne: Soll Berlins Friedrichstraße autofrei und fahrradfreundlich werden?

Ein abgenutztes Buch mit einer offenen Seite, die eine detaillierte historische Karte von Berlin zeigt, einschließlich Straßen, Gebäuden und Sehenswürdigkeiten, begleitet von Text, der die Merkmale der Karte beschreibt.

Radikale Pläne: Soll Berlins Friedrichstraße autofrei und fahrradfreundlich werden?

Berlins Friedrichstraße steht vor einem radikalen Umgestaltungsprojekt – doch wie sie künftig aussehen wird, bleibt ungewiss. Die scheidende Verkehrssenatorin Bettina Jarasch (Grüne) hat kürzlich einen Architekturwettbewerb initiiert, um der Straße ein neues Gesicht zu geben. Noch wird heftig diskutiert: Soll sie autofrei werden, Radfahrern Vorrang einräumen oder einen gemischten Ansatz verfolgen?

Das Architekturbüro CKSA hat nun einen mutigen Entwurf vorgelegt. Ihr Konzept sieht eine autofreie, fahrradfreundliche Friedrichstraße vor – mit fließenden Übergängen vor den Gebäuden statt klassischer Bordsteine. Zudem schlagen sie vor, die Neugestaltung bis zum nahen Gendarmenmarkt auszuweiten, um ein einheitliches Viertel mit Natursteinpflaster, Kunstinstallationen und kleineren, befahrbaren Kopfsteinpflasterflächen für Lieferverkehr zu schaffen.

Geplant ist auch, die Querstraßen zwischen Friedrichstraße und Gendarmenmarkt zu reinen Fußgängerzonen umzuwandeln. Große Bäume, Wasserspiele und öffentliche Kunst sollen das Areal aufwerten. Ziel ist es, an die Eleganz des Gendarmenmarkts anzuknüpfen und gleichzeitig die Lebensqualität im historischen Friedrichstadt-Viertel zu steigern.

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Doch nicht alle sind von dem Vorhaben überzeugt. Die Berlinerinnen und Berliner sind gespalten: Soll der Autoverkehr komplett verboten oder nur eingeschränkt zugelassen werden? Der Wettbewerb wird nun zeigen, welches Konzept sich durchsetzt.

Die Entscheidung des Architekturwettbewerbs wird maßgeblich prägen, wie sich die Friedrichstraße in den kommenden Jahren entwickelt. Setzt sich der CKSA-Entwurf durch, könnte die Straße zu einer nahtlosen, autofreien Verlängerung des Gendarmenmarkts werden. Die finale Gestaltung wird darüber entscheiden, wie Anwohner und Besucher eines der historisch bedeutendsten Viertel Berlins künftig erleben.

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