18 April 2026, 14:39

PETA wirft Wuppertaler Zoo Gewalt gegen Elefanten vor – Bullenhaken und Zwangstraining

Plakat, das eine Münchner Zoo mit Bildern eines Leoparden und einer Hauskatze bewirbt, mit Begleittext.

PETA wirft Wuppertaler Zoo Gewalt gegen Elefanten vor – Bullenhaken und Zwangstraining

Die Tierrechtsorganisation PETA hat ihre Forderungen an den Wuppertaler Zoo erneuert, die aktuelle Haltung und den Umgang mit Elefanten zu beenden. Die Organisation wirft den Tierpflegern vor, gewaltsame Trainingsmethoden einzusetzen – darunter den Einsatz von Bullenhaken –, um die Tiere für Besucher vorführen zu lassen. PETA fordert einen sofortigen Wechsel zu "geschütztem Kontakt", einem System, bei dem Pfleger und Elefanten stets durch Barrieren voneinander getrennt sind.

Videoaufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, zeigen, wie Tierpfleger im Wuppertaler Zoo Elefanten mit einem Bullenhaken – einem spitzen Werkzeug zur Kontrolle der Tiere – stoßen. Auf den Aufnahmen sind zudem Elefanten zu sehen, die gezwungen werden, für Fotos Positions zu beziehen, Kunststücke vorzuführen und Besucher auf ihrem Rücken zu tragen. In einer Szene ist zu erkennen, wie ein Pfleger an den Stoßzähnen eines Elefanten nach oben zieht.

PETA übergab die Beweise an Oberbürgermeister Andreas Mucke und Mitglieder des Stadtrats, erhielt jedoch keine Antwort. Die Organisation wirft dem Zoo vor, die Elefanten wie "lebende Fotorequisiten und Fitnessgeräte" zu behandeln. Die Biologin und PETA-Expertin Dr. Yvonne Würz betonte, dass keine Form der Gefangenschaft den komplexen Bedürfnissen dieser Tiere gerecht werden könne.

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Der Zoo steht bereits seit Längerem in der Kritik, weil er Elefanten für Sonderveranstaltungen einsetzt – vermutlich, um die Einnahmen angesichts sinkender Besucherzahlen zu steigern. PETA besteht darauf, dass jedes Training von Elefanten mit Gewalt und Zwang verbunden sei, eine Auffassung, die von führenden Verhaltensforschern unterstützt wird. Die Organisation drängt die Stadt und den Zoo nun, die von ihr als "Misshandlung" bezeichneten Praktiken an afrikanischen Elefanten umgehend zu beenden.

PETAs zentrale Forderung zielt darauf ab, den direkten Kontakt zwischen Pflegern und Elefanten im Wuppertaler Zoo zu unterbinden. Die Organisation verlangt, dass die Einrichtung auf geschützten Kontakt umstellt, bei dem physische Barrieren jede direkte Interaktion verhindern. Ohne entsprechende Änderungen warnt PETA, dass die Praktiken des Zoos weiterhin auf Kritik und Widerstand stoßen werden.

Quelle