21 March 2026, 04:34

Perfekte Wahlbeteiligung: Wie ein 15-Einwohner-Dorf Rheinland-Pfalz überraschte

Ein kleines Dorf mit bunten Häusern in einem grünen Tal umgeben von Bäumen und Gras.

Dierfeld verzeichnet 100-prozentige Wahlbeteiligung - Perfekte Wahlbeteiligung: Wie ein 15-Einwohner-Dorf Rheinland-Pfalz überraschte

Dierfeld, ein winziges Dorf in Rheinland-Pfalz, sorgte für Schlagzeilen, nachdem es bei der jüngsten Landtagswahl eine perfekte Wahlbeteiligung erreichte. Alle acht wahlberechtigten Einwohner gaben ihre Stimme ab – eine vollständige Beteiligung. Dies gelang trotz der geringen Größe des Ortes: Nur 15 Menschen leben in dem Weiler, darunter der Bürgermeister und Angestellte des örtlichen Gutshofs.

Die hundertprozentige Wahlbeteiligung in Dierfeld stellte jedoch eine Herausforderung für die Wahlgeheimhaltung dar. Nach deutschem Recht müssen mindestens 30 Stimmen in einer Urne abgegeben werden, um die Anonymität der Wähler zu schützen. Um diese Vorgabe zu erfüllen, schloss sich das Dorf mit dem Nachbarort Manderscheid zu einem gemeinsamen Wahlbezirk zusammen.

Das Gut, das das Herzstück Dierfelds bildet, geht auf das 16. Jahrhundert zurück, als es als Jagdschloss diente. Die Familie von Greve erwarb es Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute liegt das Dorf idyllisch zwischen Wäldern und Feldern, mit einer eigenen Kapelle und einem Friedhof.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Rheinland-Pfalz umfasst rund 2.300 Gemeinden, von denen etwa 140 weniger als 100 Einwohner zählen. Allein im Eifelkreis Bitburg-Prüm gibt es mit Hamm (16 Einwohner) und Keppeshausen (17 Einwohner) zwei Dörfer, die noch kleiner sind als Dierfeld.

Die Wahl in Dierfeld zeigt, wie ländliche Gemeinden sich an Wahlvorschriften anpassen. Durch den Zusammenschluss mit Manderscheid sicherte das Dorf sowohl die Geheimhaltung als auch die vollständige Teilnahme. Das Ergebnis spiegelt nicht nur den engen Zusammenhalt in kleinen Gemeinden wider, sondern auch die praktischen Maßnahmen, die nötig sind, um demokratische Prozesse zu wahren.

Quelle