19 March 2026, 14:48

Osnabrücks Stadtwald wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Ein Plakat mit einer detaillierten Zeichnung eines üppigen grünen Baumes mit verschiedenen Blättern und Ästen, betitelt "Forstgarten" in fetter Schrift.

Osnabrücks Stadtwald wird zum klimaresistenten Mischwald umgestaltet

Der Osnabrücker Stadtwald Natruper Holz durchläuft einen tiefgreifenden Wandel, um klimaresistenter zu werden. Das 220 Hektar große Waldgebiet, das gemeinsam von der Unteren Naturschutzbehörde, dem Forstamt und den Städtischen Betrieben Osnabrück bewirtschaftet wird, soll zu einem klimastabilen Mischwald umgestaltet werden. Ziel des Projekts ist es, ökologische Gesundheit, Holzproduktion und Naherholung in Einklang zu bringen – ohne die Lebensräume der heimischen Tierwelt zu gefährden.

Aktuell besteht der Wald zu 88 Prozent aus Laubbäumen, doch das Übergewicht der Buche bedroht das Wachstum der Eichen. Da Eichen mehr Insektenarten beherbergen als jeder andere heimische Baum, fördert das Projekt gezielt vier Schlüsselarten: Stiel-Eiche, Buche, Vogel-Kirsche und Ahorn. Nicht-heimische Arten wie Roteiche und Fichte werden schrittweise entfernt, um Platz für diese standortgerechten Bäume zu schaffen.

Je nach Waldabschnitt sind unterschiedliche Maßnahmen erforderlich. Durch gezielte Entnahmen und lenkende Eingriffe soll ein widerstandsfähigeres Nebeneinander heimischer Laubbäume entstehen. Habitatbäume und Totholz bleiben erhalten, um die Artenvielfalt zu sichern, während alte Bäume mit ausladenden Kronen sich natürlich verjüngen dürfen.

Um Trockenheit entgegenzuwirken, wird die Wasserspeicherung verbessert – etwa durch Mulden, Gräben und kontrollierte Überflutungszonen. Diese Maßnahmen helfen, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und das Baumwachstum in Dürrephasen zu stützen. Im Frühjahr beginnen die Kennzeichnungsarbeiten: Farbmarkierungen zeigen dann Zukunftsbäume, Wegpunkte, zu entnehmende Bäume und Habitatbäume an.

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Das Projekt Natruper Holz soll einen Wald schaffen, der Umweltbelastungen standhält und gleichzeitig Tierwelt sowie Erholungssuchende unterstützt. Durch die Förderung heimischer Arten, die Optimierung des Wasserhaushalts und den Erhalt der ökologischen Vielfalt will die Initiative die Zukunft des Waldes sichern. Die ersten sichtbaren Veränderungen werden mit den Markierungsarbeiten im Frühjahr einetzen.

Quelle