Niedersachsen fördert schnelle Busverbindungen für ländliche Regionen mit Millionenhilfen
Bodo ZimmerNiedersachsen fördert schnelle Busverbindungen für ländliche Regionen mit Millionenhilfen
Niedersachsen startet neues Förderprogramm für bessere Busverbindungen im Land
Das Land Niedersachsen hat ein neues Förderprogramm aufgelegt, um die Busverbindungen im gesamten Bundesland zu verbessern. Verkehrsminister Olaf Lies stellte die Initiative in Hannover vor. Ziel ist es, kleinere Städte besser an Großstädte und untereinander anzubinden – insbesondere dort, wo Schienenverbindungen fehlen oder unzureichend sind. Das Programm unterstützt schnelle, moderne Buslinien als Alternative zur Bahn.
Pro Jahr stehen bis zu zehn Millionen Euro zur Verfügung, wobei das Land mindestens die Hälfte der erforderlichen Fördermittel pro Streckenkilometer übernimmt. Ab sofort können Anträge eingereicht werden; die ersten genehmigten Linien könnten bereits im Mai den Betrieb aufnehmen.
Gefördert werden vor allem Strecken, die mittlere Zentren ohne Bahnanschluss verbinden, Lücken im Schienennetz schließen, Fährverbindungen anbinden oder Regionen mit touristischem oder überregionalem Interesse erschließen. Voraussetzung ist, dass die neuen Linien nicht in Konkurrenz zu bestehenden ÖPNV-Angeboten stehen und mindestens stündlich von 6 bis 23 Uhr an Werktagen verkehren.
Die Busse müssen moderne Standards erfüllen: Dazu zählen Klimaanlage, WLAN, Fernverkehrsbestuhlung und barrierefreier Zugang. Ziel ist ein zuverlässiges Netz aus schnellen Verbindungen in Gebieten, in denen Züge nicht verfügbar oder unpraktikabel sind.
Die erste geplante Strecke zwischen Westerstede und Oldenburg könnte bereits im Mai in Betrieb gehen – vorausgesetzt, der Förderantrag wird bewilligt. Über weitere geplante Expressbusverbindungen in Niedersachsen, etwa zu Genehmigungsstand oder Fahrplänen, liegen bisher keine Details vor.
Das Förderprogramm bietet Kommunen die Möglichkeit, den Öffentlichen Verkehr in unterversorgten Regionen zu stärken. Mit bis zu zehn Millionen Euro jährlich unterstützt das Land die genehmigten Strecken finanziell deutlich. Bei grüner Ampel könnten die ersten Linien schon in wenigen Monaten starten.