14 June 2026, 14:22

Neue Wehrerfassung 2023: Drohende Bußgelder für Tausende junge Männer

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Neue Wehrerfassung 2023: Drohende Bußgelder für Tausende junge Männer

Seit Beginn des Jahres 2023 gilt eine neue Regelung zur Wehrerfassung. Alle jungen Männer, die 2008 oder später geboren wurden, müssen nun einen Fragebogen ausfüllen. Bis Anfang Mai hatten jedoch etwa ein Viertel von ihnen dies noch nicht getan – ihnen drohen nun mögliche Bußgelder.

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Die Bundeswehr zählt derzeit knapp 186.000 aktive Soldatinnen und Soldaten. Damit ist bereits das Mindestziel erreicht, das das Wehrpflichtgesetz für 2026 vorsieht. Langfristig strebt man an, bis 2035 mindestens 255.000 aktive Kräfte zu haben.

Aufgrund von Kapazitätsgrenzen lädt die Bundeswehr derzeit nur Freiwillige zu grundlegenden Eignungstests ein. Bodo Ramelow, Vizepräsident des Bundestags, schlug vor, die Schulpflicht um ein „soziales Jahr“ zu erweitern. Dies könnte Dienste im Rettungswesen, bei Feuerwehren oder auch beim Militär umfassen.

Auf einem kürzlichen Festival gegen die Wehrpflicht fragte Heidi Reichinnek, Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, wer denn freiwillig teilnehme. Sie rief zum Widerstand gegen die Wehrerfassung auf und erklärte: „Nein zum Wehrdienst, nein zur Militarisierung und nein zu einer Regierung, die Entscheidungen gegen euch und ohne euch trifft!“ Die meisten Teilnehmer waren junge Menschen – für Reichinnek ein positives Zeichen dafür, dass ihre Partei diese Altersgruppe erreicht.

Daniel Lücking, ein ehemaliger Soldat, arbeitete einst in dem Bereich, den die Bundeswehr als „operative Kommunikation“ bezeichnet. Er nannte es schlicht „Propaganda“.

Die Wehrerfassung ist nun für alle jungen Männer Pflicht, die nach 2007 geboren wurden. Wer sich nicht daran hält, riskiert Strafen. Gleichzeitig baut die Bundeswehr ihre Truppen weiter aus. Die Debatte über Wehrpflicht und alternative Dienstformen bleibt unter politischen Gruppen lebendig.

Quelle