Mitteldeutschland-Anbindung: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Kritik an Bundesregierung wächst
Aurelia AumannMitteldeutschland-Anbindung: Baubeginn verschiebt sich auf 2028 – Kritik an Bundesregierung wächst
Bau der Mitteldeutschland-Anbindung erleidet erneuten Rückschlag
Die Pläne für die Schienenverbindung durch Mitteldeutschland haben einen weiteren Dämpfer erhalten. Der Baubeginn, ursprünglich für dieses Jahr vorgesehen, wurde nun auf 2028 verschoben. Die BSW-Fraktion in Thüringen kritisiert die Bundesregierung scharf, weil diese trotz früherer politischer Zusagen die notwendigen Mittel nicht bereitstelle.
Die Mitteldeutschland-Verbindung gilt als lebenswichtige Schienenachse für Thüringen, die Sachsen mit Westdeutschland verbindet. Nach ihrer Fertigstellung soll sie schnellere Fernverkehrsverbindungen von Chemnitz und Dresden über Erfurt in die Rhein-Main-Region und das Ruhrgebiet ermöglichen. Doch die vollständige Elektrifizierung und der Ausbau, die nun erst bis 2032 abgeschlossen sein sollen, wurden weiter nach hinten verschoben.
Die BSW-Landtagsfraktion fordert dringendes Handeln und betont die Notwendigkeit, die Strecke zwischen Weimar, Jena, Gera und Gößnitz zu elektrifizieren. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion, wies zudem auf die Bedeutung eines teilweisen zweigleisigen Ausbaus hin. Die geschätzten Kosten allein für den Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz belaufen sich auf 544 Millionen Euro bei einer Länge von 517 Kilometern.
Die Kritik an dem, was die BSW als ungerechte Behandlung bezeichnet, wächst: Während große Infrastrukturprojekte in Westdeutschland Milliardenförderung erhalten, müssen Thüringen und Sachsen mit Kürzungen leben. Die Fraktion verlangt höhere Bundesinvestitionen, um das Projekt ohne weitere Verzögerungen voranzubringen.
Durch die Verschiebung beginnen Elektrifizierung und Ausbau frühestens 2028. Schnellere Verbindungen zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland werden sich damit weiter verzögern. Die BSW setzt sich weiterhin für die Bereitstellung der Mittel ein, um weitere Verschiebungen zu verhindern.






