Mainzer Hochbrücke wird 2024 abgerissen – was das für Anwohner und Verkehr bedeutet
Bodo ZimmerMainzer Hochbrücke wird 2024 abgerissen – was das für Anwohner und Verkehr bedeutet
Mainzer Hochbrücke: Abriss noch in diesem Jahr – massive Einschränkungen für Verkehr und Anwohner
Die 1,3 Kilometer lange Mainzer Hochbrücke, die seit Juli 2021 für den Verkehr gesperrt ist, soll noch in diesem Jahr abgerissen werden. Die Arbeiten werden erhebliche Beeinträchtigungen für Autofahrer, Anwohner und benachbarte Unternehmen mit sich bringen. Vier Jahre lang haben Stadtverantwortliche betroffene Parteien konsultiert, um Bedenken vor Baubeginn zu klären.
Die Brücke führt über privat genutzte Flächen, die größtenteils gewerblich genutzt werden. Die Behörden haben zugesichert, die Belastungen für Unternehmen während des Abrisses so gering wie möglich zu halten – Verkehrseinschränkungen werden sich jedoch nicht vermeiden lassen. Die Straßen werden schrittweise gesperrt, Umleitungen sollen Autofahrer um die betroffenen Zonen herumleiten. Auch die Stadtteile Mombach und Neustadt sind von den Bauarbeiten betroffen, was die lokale Situation zusätzlich erschwert.
Die Folgen des Projekts reichen noch weiter: Das Mainzer Tierheim, in dem rund 1.200 Tiere untergebracht sind, hat nach wie vor keinen dauerhaften Standort. Zwei vorgeschlagene Flächen an der Hochstraße wurden als zu klein und zu laut wegen der anhaltenden Bauarbeiten abgelehnt. Die Suche nach einem geeigneten Ersatzstandort dauert an.
Seit 2020 bezieht die Stadtplanung die Anwohner in ihre Überlegungen ein, um deren Rückmeldungen zu berücksichtigen. Dennoch wird der Abriss den Alltag vieler Menschen beeinträchtigen – von Pendlern, die mit längeren Fahrzeiten rechnen müssen, bis hin zu Unternehmen, die mit eingeschränktem Zugang kämpfen.
Der Abriss der Hochbrücke wird die Verkehrsströme neu ordnen und für die Umgebung vorübergehend erhebliche Herausforderungen schaffen. Die Stadt versucht, die Auswirkungen durch gestaffelte Straßensperrungen und einen kontinuierlichen Dialog mit den Bürgern abzumildern. Gleichzeitig bleibt die Frage nach einem neuen Standort für das Tierheim ungelöst – die Zukunft der Einrichtung ist damit weiter ungewiss.






