"Helden" im Heimathafen Neukölln: Wenn junge Stimmen das Heldentum hinterfragen
Greta Jockel"Helden" im Heimathafen Neukölln: Wenn junge Stimmen das Heldentum hinterfragen
„Helden“ – ein neues Stück im Heimathafen Neukölln
Im Heimathafen Neukölln feiert gerade das Stück Helden Premiere. Die Produktion stammt von Active Player NK, einem Jugendkollektiv unter der Leitung von Mohammad Eliraqui. Das Stück hinterfragt das Bild des selbstlosen Helden und bietet jungen Darsteller:innen eine Bühne, um ihre eigenen Geschichten zu erzählen.
Mit Helden begibt sich Active Player NK auf eine künstlerische Erkundung des Heldentums. Die Gruppe besteht aus jungen Menschen zwischen 12 und 26 Jahren, von denen viele eigene Erfahrungen in die Aufführung einbringen. Zum Ensemble gehören Frida, Leni, Ana-Maria, Mohammed Amin und Anil.
Das Stück verbindet philosophische Reflexionen mit scharfer Gesellschaftskritik. Es nimmt das Kapitalismus-System ins Visier und stellt das traditionelle Heldenbild infrage. Mohammed Amins Figur träumt davon, Künstler zu werden, sieht sich aber mit dem Druck gesellschaftlicher Erwartungen konfrontiert. Anil hingegen verlässt in seiner Rolle einen Superhelden-Job – erschöpft von dessen Anforderungen.
Eliraqui, der seine Schauspielkarriere einst im Heimathafen Neukölln begann, leitet heute das Kollektiv. Entdeckt wurde er vom Regisseur Damir Lukačević und schafft seit seiner Übernahme 2022 einen Raum für junge Stimmen. Neben den Aufführungen bietet das Theater kostenlose Workshops zu Schauspiel, Regie und kreativem Experimentieren an.
Helden gibt jungen Talenten die Möglichkeit, ihre Perspektiven auszudrücken. Durch Erzählungen und Performances regt das Stück Diskussionen über Authentizität und die Herausforderungen des modernen Lebens an. Die kostenlosen Workshops ermöglichen den Teilnehmenden zudem, neue kreative Fähigkeiten zu entwickeln.






