19 April 2026, 12:34

Georg Restle attackiert ARD: Zu lasch mit der AfD und Sparmaßnahmen bei Monitor

Zeitung mit dem Text "Demokratische Presse: Eine Wochenzeitung" auf schwarzem Hintergrund.

Georg Restle attackiert ARD: Zu lasch mit der AfD und Sparmaßnahmen bei Monitor

Georg Restle, Moderator des ARD-Investigativmagazins Monitor, hat die Umgangsweise seines Arbeitgebers mit der rechtsextremen Alternative für Deutschland (AfD) scharf kritisiert. In jüngsten Stellungnahmen warf er dem Sender vor, der Partei unangemessene Legitimität zu verleihen, ohne deren extremistische Verstrickungen ausreichend zu thematisieren. Gleichzeitig richtete sich seine Kritik gegen die ARD-Führung, die Kürzungen bei seiner Sendung und eine grundsätzliche Neuausrichtung der redaktionellen Prioritäten vorgenommen habe.

Restle machte deutlich, dass er Björn Höcke, eine der führenden Figuren der AfD, nicht wie andere Politiker behandeln werde. Er argumentierte, die Ideologie der Partei – verwurzelt in dem, was er als "gewaltbereiten Rechtsextremismus auf den Straßen" bezeichnete – dürfe in der Wahlberichterstattung nicht normalisiert werden. Seine Haltung erstreckt sich auf die gesamte AfD, wobei er kaum zwischen Höckes Flügel und dem der Co-Vorsitzenden Alice Weidel differenziert.

Der Moderator verurteilte zudem die Entscheidung der ARD, die Sendezeit von Monitor zu kürzen, und nannte dies einen "großen Fehler". Er warnte, dass die zunehmende Fokussierung des Senders auf Sparmaßnahmen und Effizienz dessen öffentlichen Auftrag untergrabe. Laut Restle könnte dieser Kurswechsel schwerwiegende Folgen dafür haben, wie politische Themen vermittelt und verstanden werden.

Innerhalb der ARD beschrieb Restle, auf "starken Gegenwind" bei Kollegen zu stoßen, die zögerten, die AfD konsequent zu hinterfragen. Er kritisierte den Umgang des Senders mit der Partei und monierte, dass jene, die eine neutrale Berichterstattung forderten, zu viel Einfluss gewonnen hätten. Zudem argumentierte er, dass eine bloße Spiegelung globaler Chaos-Zustände ohne Einordnung eher öffentliche Ängste schüre, statt die Debatte zu bereichern.

Restles Äußerungen unterstreichen die tiefen Spannungen darüber, wie die ARD über die AfD und deren extremistische Verbindungen berichtet. Seine Warnungen vor redaktionellen Kürzungen und einer ideologischen Schieflage verweisen auf grundsätzliche Bedenken hinsichtlich der Ausrichtung des Senders. Der Konflikt spiegelt dabei die größeren Debatten über die Medienverantwortung in einer Zeit wider, in der rechtsextreme Strömungen an Einfluss gewinnen.

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