22 March 2026, 16:31

Fusionsplan für Wolfenbütteler Bibliotheken scheitert überraschend im Stadtrat

Eine gut beleuchtete Bibliothek mit hohen Bücherregalen, die mit Büchern gefüllt sind, ein sichtbares Informationsbrett und ein Wasserzeichen unten, das einer Selbstbedienungsbibliothek in einer städtischen Umgebung ähnelt.

Fusionsplan für Wolfenbütteler Bibliotheken scheitert überraschend im Stadtrat

Ein Plan zur Fusion der Stadt- und Kreisbibliotheken in Wolfenbüttel ist vom Stadtrat rasant abgelehnt worden. Der von der CDU-Fraktion eingebrachte Vorschlag sah vor, durch die Zusammenlegung der Buchbestände und deren Verlegung zum Bahnhof Kosten zu sparen. Befürworter hatten nach einer kurzen Debatte bereits mit dieser Entscheidung gerechnet.

Das Vorhaben zielte darauf ab, die finanzielle Belastung von Stadt und Landkreis zu verringern und gleichzeitig die Dienstleistungen im Bereich Harzstraße effizienter zu gestalten.

Der CDU-Plan konzentrierte sich darauf, Ausgaben zu reduzieren, indem die Bestände beider Bibliotheken zusammengefasst werden sollten. Ein zentraler Beweggrund war die angespannte Haushaltslage – allein das Kreisvolkshochschulzentrum steht vor einem Defizit von rund 6,2 Millionen Euro. Durch die Bündelung der Bestände sollten zudem logistische Kosten gesenkt werden, insbesondere jene, die mit dem Transport von Büchern zwischen der Volkshochschule und dem Büchermobil verbunden sind.

Laut Konzept wäre der gemeinsame Bestand in den Bahnhof umgezogen. Bestehende Räumlichkeiten am Bahnhof und in der Volkshochschule sollten umgenutzt werden, um die Abläufe zu optimieren. Langfristig ging es darum, die kulturelle Zusammenarbeit zwischen den Kommunen zu stärken und gleichzeitig eine strengere Haushaltsdisziplin durchzusetzen.

Wolfenbüttel verfügt derzeit über drei zentrale Kultureinrichtungen: die Herzog August Bibliothek, die Stadtbibliothek und die Kreisvolkshochschule. Doch nach einer kurzen Beratung lehnte der Rat die Fusion ab, sodass der Bibliotheksbetrieb vorerst unverändert bleibt.

Die Ablehnung bedeutet, dass beide Bibliotheken weiterhin eigenständig arbeiten werden. An den Standorten oder Angeboten wird sich nichts ändern. Stadt und Landkreis müssen nun nach alternativen Lösungen suchen, um ihre finanziellen Herausforderungen und logistischen Anforderungen zu bewältigen.

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