22 March 2026, 22:33

Apotheker streiken am 23. März für faire Löhne und gegen Kassen-Politik

Plakat, das zeigt, dass Big Pharma 2022 Amerikaner zwei bis drei Mal so viel für dieselben Medikamente berechnet hat wie in anderen Ländern, mit Bildern von Medikamentenflaschen und einer Spritze.

Apotheker streiken am 23. März für faire Löhne und gegen Kassen-Politik

Apotheker in ganz Deutschland bereiten landesweite Proteste für den 23. März vor. Sie werden ihre Geschäfte schließen und Kundgebungen abhalten, um höhere Löhne zu fordern. Einer der Organisatoren, Dr. Christian Fehske, hat die Krankenkassen öffentlich wegen unfairer Gehaltspraktiken kritisiert.

Fehske, Inhaber der Rathaus-Apotheke in Hagen, bat den Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) um die Erlaubnis, ein Bild aus einem LinkedIn-Beitrag der Organisation für ein Protestplakat nutzen zu dürfen. Der Verband lehnte ab und ignorierte seine Fragen zu den eigenen Gehaltsrichtlinien.

Die Proteste richten sich gezielt gegen die Führungsetagen der Krankenkassen – nicht gegen Politiker wie Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU). Fehske betonte, dass die Kassen zwar hohe Managergehälter zahlten, gleichzeitig aber die Budgets der Apotheken kürzten. Zudem hinterfragte er eine geplante 7-Prozent-Gehaltserhöhung für AOK-Mitarbeiter, die jährlich rund 250 Millionen Euro kosten könnte.

In den vergangenen fünf Jahren (2021–2025) stiegen die Monatslöhne bei den Krankenkassen im Schnitt nur um 25 bis 40 Euro – deutlich weniger als in Apotheken (35 bis 50 Euro) und weit hinter der Lohnentwicklung in der Industrie (50 bis 70 Euro) oder im öffentlichen Dienst (45 bis 60 Euro). Fehske argumentiert, dass die stagnierenden Gehälter den Fachkräftemangel in Apotheken weiter verschärfen.

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Am 23. März werden zahlreiche Apotheken geschlossen bleiben, während sich die Beschäftigten zu zentralen Kundgebungen versammeln. Fehske und andere fordern eine gerechtere Bezahlung, um die seit Langem bestehenden Lohnungleichheiten zu beheben. Die Demonstrationen sollen die Krankenkassen unter Druck setzen, ihre finanziellen Prioritäten zu überdenken.

Quelle