21 March 2026, 14:34

Falsche Kanzlei "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Krypto-Scams mit dreisten Tricks

Plakat mit Text und Logo, das versteckte Gebühren in Rechnungen zeigt, die Familien monatlich Hunderte von Dollar kosten können.

Falsche Kanzlei "betrugsrecht.de" betrügt Opfer von Krypto-Scams mit dreisten Tricks

Betrügerische Kanzlei "betrugsrecht.de" lockt Opfer von Krypto-Betrug mit falschen Versprechungen

Eine gefälschte Anwaltskanzlei mit dem Namen betrugsrecht.de zielt auf Opfer von Krypto-Betrug ab und lockt sie mit der Aussicht, gestohlene Gelder zurückzuholen. Die Betrüger hinter der Website verlangen jedoch Vorabzahlungen – um anschließend mit dem Geld zu verschwinden oder nach weiteren Zahlungen zu verlangen, sobald die ersten Überweisungen getätigt wurden. Die deutsche Polizei hat in den vergangenen zwei Jahren rund 1.200 ähnliche Fälle registriert, wobei die meisten Meldungen aus Nordrhein-Westfalen und Bayern stammen.

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Die Kriminellen geben vor, sich auf die Rückholung von Verlusten aus Anlagebetrug, Krypto-Betrug, Liebesbetrug, Bankbetrug und Online-Shopping-Betrug zu spezialisieren. Den Opfern wird versprochen, sie könnten mehr als 70 Prozent ihres verlorenen Geldes zurückerhalten – allerdings nur, wenn sie zunächst eine Gebühr zahlen. Die Masche eskaliert, wenn die Betroffenen angewiesen werden, ein neues Krypto-Konto bei Kraken zu eröffnen und mindestens 0,1 Bitcoin (etwa 6.000 Euro) einzuzahlen, um eine gefälschte Rückbuchung zu "bearbeiten".

Sobald die Zahlung erfolgt ist, brechen die Betrüger den Kontakt ab oder verlangen weitere Gebühren – die Opfer bleiben mit noch höheren Verlusten zurück. Ermittlungen förderten alarmierende Ungereimtheiten zutage: Die Domain betrugsrecht.de wurde erst Ende 2025 verlängert, und die Besitzerdaten sind versteckt. Die angegebene Adresse beherbergt zwar mehrere Unternehmen, doch eine seriöse Kanzlei dieses Namens existiert nicht.

Weitere Überprüfungen zeigen, dass die Fotos der angeblichen Mitarbeiter künstlich mit KI erzeugt wurden. Der vermeintliche Gründer, Dr. Thomas Weber, taucht zudem in keinem offiziellen deutschen Anwaltsregister auf. Die Polizei warnt, dass die Rückverfolgung gestohlener Kryptowährungen äußerst schwierig ist, und rät Opfern, Betrugsversuche umgehend zu melden, jeden Kontakt zu den Tätern abzubrechen und Beweise zu sichern.

Die Behörden betonen, dass seriöse Dienstleister zur Gelderrückholung niemals Vorabzahlungen in Kryptowährung verlangen.

Der Betrug nutzt die Verzweiflung der Opfer aus, indem er falsche Hoffnung auf eine Rückerstattung der Verluste macht. Angesichts von über 1.200 gemeldeten Fällen allein in Deutschland mahnt die Polizei zur Vorsicht und dazu, verdächtige "Rückholservices" sofort anzuzeigen. Betroffene sollten auf keinen Fall Geld überweisen und vor einer Zusammenarbeit die Seriosität des Anbieters gründlich prüfen.

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